Micron Aktie: HBM4-Dämpfer
Micron bekommt im lukrativen HBM4-Geschäft offenbar keinen Fuß in die Tür – zumindest in dieser Runde. Ein neuer Bericht von SemiAnalysis spricht dem Konzern für die kommenden HBM4-Speicherchips in Nvidias „Vera Rubin“-Architektur eine Marktanteilszuteilung von 0% zu. Genau das drückt jetzt auf die Stimmung, weil der Markt zuvor eher mit einem kleinen, aber wichtigen Einstieg gerechnet hatte.
Die zentrale Frage: Ist das nur ein Rückschlag im HBM-Rennen – oder ein strukturelles Problem gegenüber SK Hynix und Samsung?
- HBM4-Zuteilung laut SemiAnalysis: Micron 0%, SK Hynix ca. 70%, Samsung ca. 30%
- Genannter Grund: Micron erfüllt Nvidias Vorgabe für 11 Gbps Pin-Speed nicht
- Markterwartung zuvor: mindestens rund 5% Anteil in diesem Zyklus
Warum Micron außen vor bleibt
Laut Bericht entscheidet am Ende eine technische Hürde: Micron soll Nvidias strikte Anforderung an die Pin-Geschwindigkeit von 11 Gigabit pro Sekunde (Gbps) verfehlt haben. Damit landet der komplette HBM4-Zuschlag demnach bei SK Hynix und Samsung. Für Micron ist das heikel, weil HBM (High Bandwidth Memory) als Schlüsselkomponente für KI-Hardware gilt – und Zuteilungen in solchen Plattformzyklen oft auch Signalwirkung für die Lieferkette haben.
Trotzdem nicht komplett raus bei Nvidia
Der Bericht zeichnet aber kein reines Schwarz-Weiß-Bild. Denn Micron soll im „Vera Rubin“-Umfeld weiterhin eine Rolle spielen: Branchenquellen zufolge liefert das Unternehmen LPDDR5X-Speicher für die „Vera“-CPUs. Micron bleibt damit Teil von Nvidias Ökosystem, verliert aber ausgerechnet im HBM-Segment an Boden.
Parallel dazu setzt Micron die eigene Kapazitätsplanung stärker auf margenstarke Nachfrage aus dem Enterprise-Bereich aus. Seit Februar 2026 befindet sich der Konzern laut Ausgangstext in der Schlussphase, die Consumer-Marke „Crucial“ auslaufen zu lassen – ein Schritt, der Ende 2025 angekündigt wurde, um Fertigungskapazitäten Richtung Rechenzentrum- und KI-Anwendungen umzulenken.
Zahlen, Kursziele und der nächste Termin
Die negative Marktreaktion steht im Kontrast zu den zuletzt starken Quartalszahlen: Im Q1 des Geschäftsjahres 2026 (gemeldet im Dezember 2025) meldete Micron Rekordumsatz von 13,64 Mrd. US-Dollar – ein Plus von 56,7% gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 4,78 US-Dollar und damit deutlich über den Schätzungen.
Auf Analystenseite bleibt das Bild gemischt, aber nicht grundsätzlich negativ. UBS-Analyst Timothy Arcuri hob am 6. Februar das Kursziel auf 450 US-Dollar an und blieb bei „Buy“, mit Verweis auf langfristige KI-Nachfrage. Zudem baute Arista Wealth Management LLC eine neue Position auf und kaufte Aktien im Wert von rund 509.000 US-Dollar.
Konkret wird der Blick nun auf die nächste Kommunikation des Managements fallen: Der nächste wichtige Impuls ist die Guidance für Q2 FY2026, bei der das Management laut Text auch die HBM4-Roadmap adressieren dürfte. Als Orientierung nennt der Ausgangstext für Q2 FY2026 eine EPS-Prognose von 8,22 bis 8,62 US-Dollar.
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