Heute fließt die Dividende, doch der Blick auf den Kurszettel bereitet Anlegern wenig Freude. Während die Ausschüttung auf den Konten eingeht, notiert die Aktie in direkter Reichweite des 52-Wochen-Tiefs. Der Markt fokussiert sich nun abseits der Kapitalmaßnahme auf zwei entscheidende Belastungsfaktoren: die schwächelnde Nachfrage aus Fernost und den angekündigten Anteilsverkauf durch den Mutterkonzern.

  • Ausschüttung: Dividende von 1,00 Euro je Aktie wird heute ausgezahlt.
  • Analysten-Votum: Bernstein bestätigt „Buy“, senkt aber das Kursziel.
  • China-Faktor: Diagnostik-Sparte leidet unter gedämpfter Nachfrage.
  • Strategie: Details zur Anteilsreduzierung durch Siemens AG erwartet.

Analysten reagieren auf China-Schwäche

Nach der Vorlage der Quartalszahlen vor fünf Tagen haben Analysten ihre Modelle justiert. Zum Wochenstart meldete sich Bernstein Research zu Wort: Analystin Susannah Ludwig bestätigte am gestrigen Montag zwar ihre Kaufempfehlung, korrigierte das Kursziel jedoch leicht von 52,90 Euro auf 52,15 Euro nach unten.

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Trotz des bestätigten Potenzials spiegelt die Anpassung die Realität im operativen Geschäft wider. Während die Krebstherapie-Sparte Varian und das Segment Imaging Zuwächse verzeichnen, bremst das Diagnostik-Geschäft die Gesamtperformance. Verantwortlich hierfür ist primär der chinesische Markt, wo die Investitionsbereitschaft spürbar nachgelassen hat. Diese regionale Schwäche drückte den Aktienkurs zuletzt auf 41,25 Euro, was einem Verlust von rund 12 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage entspricht.

Warten auf den Spin-off

Neben der operativen Entwicklung lastet eine strukturelle Unsicherheit auf dem Papier. Die Siemens AG plant, ihre Beteiligung an der Medizintechnik-Tochter mittelfristig auf unter 20 Prozent zu senken. Marktbeobachter warten nun auf den konkreten Fahrplan für diesen Spin-off. Es wird erwartet, dass noch im laufenden zweiten Quartal 2026 Details zum Transaktionsverhältnis und zur Durchführung kommuniziert werden.

Solange die Modalitäten dieser massiven Platzierung unklar sind, wirkt das drohende Überangebot an Aktien wie ein Deckel auf dem Kurs. Dass die operative Marge im abgelaufenen Quartal stabil bei 15,0 Prozent gehalten werden konnte, trat angesichts dieser Gemengelage in den Hintergrund.

Ausblick: Stabilisierung gesucht

Für eine nachhaltige Bodenbildung oberhalb der Unterstützung bei 40,80 Euro benötigt die Aktie neue Impulse. Das Management hat die Jahresprognose mit einem angepeilten Gewinn je Aktie von 2,20 bis 2,40 Euro zwar bestätigt, muss nun aber beweisen, dass Effizienzmaßnahmen die China-Delle kompensieren können. Investoren richten ihren Fokus auf den nächsten Finanzbericht im Mai, der Aufschluss darüber geben wird, ob die erhoffte Belebung im asiatischen Raum einsetzt.

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