Die Tokioter Bitcoin-Strategie-Firma muss einen herben Rückschlag verkraften. Research-Haus Benchmark hat das Kursziel am 23. Februar 2026 von 2.400 Yen auf 1.100 Yen gekappt – ein Minus von mehr als der Hälfte. Analyst Mark Palmer hält trotz der drastischen Kürzung an seiner "Buy"-Empfehlung fest. Der Grund für die Anpassung: Die Geschäftszahlen für 2025 offenbaren die Schattenseiten einer aggressiven Krypto-Akkumulationsstrategie.

Milliardenverlust durch Bewertungseffekte

Metaplanet verbuchte für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2025 einen Nettoverlust von 95 Milliarden Yen (619 Millionen Dollar). Die rote Zahl resultiert primär aus unrealisierten Bewertungsverlusten auf die Bitcoin-Bestände – eine Konsequenz der japanischen Rechnungslegungsvorschriften. Das Unternehmen hatte 35.102 Bitcoin angehäuft, viele davon zu Kursen nahe der 100.000-Dollar-Marke erworben. Als der Kryptomarkt einbrach, rutschte der durchschnittliche Einstandspreis über die aktuellen Notierungen.

Gleichzeitig verzeichnete die Gesellschaft einen deutlichen Umsatzanstieg auf 8,9 Milliarden Yen (58 Millionen Dollar) für 2025. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt das Management 16 Milliarden Yen Erlöse und einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen an. Eine konkrete Nettogewinnprognose bleibt aufgrund der Volatilität der Krypto-Assets aus. Das langfristige Ziel: 210.000 Coins bis 2027.

KI-Agenten als Bitcoin-Nutzer

CEO Simon Gerovich verteidigt die Treasury-Strategie mit einem ungewöhnlichen Argument. Am 23. Februar erklärte er auf X, Bitcoin werde in einer zunehmend von Maschinen dominierten Wirtschaft zur primären Wertaufbewahrung. Gerovich reagierte damit auf einen Bericht von Citrini Research über künftige Wirtschaftsmodelle und den Verdrängungswettbewerb zwischen menschlicher Arbeitskraft und Künstlicher Intelligenz.

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Der Manager argumentiert, künftige KI-Agenten würden dezentrale Netzwerke traditionellen Bankensystemen vorziehen. Klassische Banken seien durch Regierungen gefährdet, die mit steigender Arbeitslosigkeit und abwertenden Fiatwährungen kämpften. Für autonome Software-Agenten seien digitale Reserven daher strukturell notwendig.

Vorwürfe zurückgewiesen

Zuletzt sah sich das Unternehmen mit Kritik an seinen Offenlegungspraktiken konfrontiert. CEO Gerovich wies Vorwürfe zurück, Informationen zu Optionsstrategien und Kreditfazilitäten verzögert oder verschleiert zu haben. Der Verkauf von Put-Optionen diene dazu, Assets unter Spotpreisen zu erwerben und Volatilität zu monetarisieren – nicht zur kurzfristigen Spekulation.

Die im Oktober 2025 eingerichtete Kreditlinie sei ordnungsgemäß offengelegt worden, einschließlich nachfolgender Inanspruchnahmen. Identitäten der Kreditgeber und exakte Zinssätze blieben auf ausdrücklichen Wunsch der Gegenseite vertraulich.

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