Der Kupfermarkt erwacht aus seinem feiertagsbedingten Stillstand. Mit dem Ende des chinesischen Neujahrsfestes kehrt die weltweit wichtigste Abnehmergruppe an die Handelsplätze zurück und trifft auf eine veränderte politische Gemengelage. Ein wegweisendes Gerichtsurteil in den USA wirbelt zudem die Erwartungen an den globalen Handel durcheinander und sorgt für neuen Optimismus unter den Investoren.

Zoll-Urteil beflügelt die Nachfrageerwartung

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die sogenannten „reziproken Zölle“ gekippt, was den Weg für einen leichteren Marktzugang metallintensiver Exporte aus China ebnen könnte. Während die US-Administration bereits neue Zollsätze zwischen 10 und 15 Prozent prüft, rechnen Strategen mit einer spürbaren Entlastung für die Industrie. Schätzungen von Morgan Stanley zufolge könnten die durchschnittlichen Abgaben für betroffene Güter von zuvor 32 Prozent auf rund 24 Prozent sinken.

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Diese Aussicht auf geringere Handelshemmnisse schob die Notierung am Dienstag an. Mit einem Plus von 2,15 Prozent kletterte der Preis auf 5,92 USD, nachdem der Handel am Montag noch bei 5,80 USD aus dem Markt gegangen war. Damit nähert sich das Metall wieder seinem 52-Wochen-Hoch von 6,28 USD an, das Ende Januar erreicht wurde.

Hohe Lagerbestände dämpfen die Euphorie

Trotz des aktuellen Aufwinds mahnen die Fundamentaldaten zur Bodenhaftung. Die Lagerhäuser in London, New York und Shanghai sind prall gefüllt; die Bestände summierten sich zuletzt auf über eine Million Tonnen – der höchste Stand seit dem Jahr 2024. Besonders an der London Metal Exchange (LME) markierten die Vorräte nach einem wochenlangen Anstieg ein Elf-Monats-Hoch.

Kann die verarbeitende Industrie in China diesen Puffer im Zuge der saisonalen Belebung zügig abbauen? Davon wird abhängen, ob der aktuelle Preissprung nachhaltig ist oder ob das massive Überangebot die Notierungen kurzfristig wieder deckelt. Aktuell notiert der Preis mit 5,92 USD nur knapp über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 5,86 USD, was die bestehende Unsicherheit im Markt unterstreicht.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die tatsächliche physische Nachfrage mit der spekulativen Vorfreude auf sinkende Zölle Schritt halten kann. Sollten die Lagerbestände in Shanghai im Zuge der Produktionsaufnahme signifikant sinken, rückt der Widerstand beim bisherigen Jahreshoch von 6,28 USD wieder in den Fokus der Bullen.

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