Metaplanet Aktie: Kritik wächst
Metaplanet muss sich gegen zunehmende Vorwürfe verteidigen: Kritiker bemängeln schwaches Timing bei Bitcoin-Käufen, zu wenig Transparenz und einen problematischen Umgang mit Aktionärsgeldern. CEO Simon Gerovich ging diese Woche öffentlich in die Offensive. Hintergrund ist ein deutlich gefallener Kurs und hohe Buchverluste auf den Bitcoin-Bestand.
Die Aktie wurde laut Bericht bei 307 Yen gehandelt – rund 85% unter dem Allzeithoch aus 2025. Gleichzeitig sollen die nicht realisierten Verluste auf die Bitcoin-Positionen inzwischen mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar betragen.
Gerovich kontert Transparenz-Vorwürfe
Gerovich richtete sich am Donnerstag auf X direkt an anonyme Kritiker. Diese hatten Metaplanet unterstellt, wichtige Finanzdetails zurückzuhalten und sich in riskantere Rendite-Strategien zu bewegen. Er erklärte, er übernehme „öffentlich Verantwortung“ für seine Aussagen und für das Handeln des Unternehmens. Als Beleg für Transparenz verwies er auf eine Echtzeit-Offenlegung der Wallets sowie ein Live-Dashboard für Aktionäre.
Auch beim Thema Timing räumte Gerovich einen wunden Punkt ein: Ein größerer Bitcoin-Kauf im September sei nahe eines „lokalen Hochs“ erfolgt. Gleichzeitig betonte er, Metaplanet setze nicht auf kurzfristiges Trading, sondern auf systematische Akkumulation.
Optionsstrategie im Fokus
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Nutzung von Put-Optionen und Put-Spreads. Metaplanet will damit Prämieneinnahmen erzielen und Bitcoin potenziell unter dem jeweiligen Marktpreis einsammeln. Gerovich verteidigte den Ansatz: Das Verkaufen von Put-Optionen sei „keine Wette“ auf steigende Bitcoin-Kurse, sondern solle den effektiven Einstiegspreis senken und Volatilität monetarisieren.
Nach der öffentlichen Stellungnahme zog die Aktie laut Bericht am Freitag intraday um mehr als 3% an.
Jahreszahlen und gesenktes Kursziel
Die Debatte läuft vor dem Hintergrund schwacher Konzernzahlen. In der am Sonntag veröffentlichten Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 meldete Metaplanet einen Nettoverlust von 95 Milliarden Yen (rund 619 Mio. US-Dollar). Treiber war vor allem ein Bewertungsrückgang der Bitcoin-Bestände um 102,2 Milliarden Yen (rund 666 Mio. US-Dollar) – ausgelöst durch japanische Mark-to-Market-Regeln.
Operativ zeigte der Bericht dagegen starkes Wachstum: Der operative Gewinn stieg auf 6,2 Milliarden Yen (+1.694% zum Vorjahr), der Umsatz kletterte um 738% auf 8,9 Milliarden Yen. 95% des Umsatzes kamen demnach aus dem Segment „Bitcoin Income“, das maßgeblich von Optionsprämien getragen wurde.
Auch von Analystenseite kam Gegenwind: Cantor Fitzgerald halbierte am Dienstag das Kursziel für die OTC-gehandelten Anteile auf 3,00 US-Dollar (zuvor 6,00 US-Dollar), hielt das Rating jedoch bei „Overweight“. Begründet wurde die Einschätzung unter anderem mit dem Bestand von 35.102 BTC zum Ende des Geschäftsjahres 2025.
Ambitionierte Bitcoin-Ziele – trotz hoher Einstandspreise
Metaplanet hält laut Bericht aktuell 35.102 BTC. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt demnach bei etwa 107.000 US-Dollar je Bitcoin. Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 67.000 US-Dollar zum Zeitpunkt von Gerovichs Aussagen erklärt das die hohen nicht realisierten Verluste.
Gleichzeitig bleibt der Plan offensiv: Das „555 Million Plan“-Programm sieht 100.000 BTC bis Ende 2026 und 210.000 BTC bis 2027 vor. Für das Geschäftsjahr 2026 stellte Metaplanet laut Bericht 16 Milliarden Yen Umsatz und 11,4 Milliarden Yen operativen Gewinn in Aussicht.
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