Umsatzexplosion trifft auf gigantischen Fehlbetrag: Die aggressive Bitcoin-Strategie von Metaplanet sorgt zwar für Rekordeinnahmen, reißt aber gleichzeitig ein massives Loch in die Bilanz des Unternehmens. Während Analysten von Benchmark sofort auf das komplexe Zahlenwerk reagierten, fragen sich Anleger: Ist das Geschäftsmodell gescheitert oder nur ein Opfer starrer Buchhaltungsregeln?

Ein Paradoxon in Zahlen

Metaplanet legte kürzlich die Ergebnisse für das am 31. Dezember 2025 beendete Geschäftsjahr vor und präsentierte ein Bild extremer Gegensätze. Der Umsatz schoss im Jahresvergleich um beeindruckende 738 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen nach oben. Dieser Zuwachs wurde fast ausschließlich durch das Bitcoin-Income-Generation-Geschäft erzielt, das unter anderem Optionsstrategien nutzt.

Doch der Blick auf den Nettogewinn offenbart die Kehrseite der Medaille: Unter dem Strich steht ein Verlust von rund 95 Milliarden Yen (ca. 619 Millionen Dollar). Verantwortlich hierfür ist primär eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 102 Milliarden Yen auf den Bestands-Bitcoin. Japanische Rechnungslegungsstandards zwingen das Unternehmen, Kryptowerte zum Marktwert am Stichtag zu bilanzieren – und die Marktkorrektur Ende 2025 schlug hier voll auf das Ergebnis durch.

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Strategie auf dem Prüfstand

Mit mittlerweile 35.102 BTC in der Bilanz zählt Metaplanet zu den größten korporativen Bitcoin-Haltern weltweit. Das Problem liegt jedoch im Timing: Die durchschnittlichen Anschaffungskosten der Bestände liegen deutlich über den jüngsten Marktpreisen, was zu hohen nicht realisierten Verlusten führt. Diese Diskrepanz drückte die Aktie zuletzt auf den tiefsten Stand seit Beginn der Bitcoin-Strategie im April 2024.

Das Analysehaus Benchmark reagierte auf diese Entwicklung mit einer drastischen Senkung des Kursziels. Dennoch behielten die Experten ihr „Buy“-Rating bei. Dies deutet darauf hin, dass sie trotz der aktuellen Buchverluste weiterhin Potenzial sehen, sofern das Unternehmen seine Bestände und die einkommensgenerierenden Operationen erfolgreich skalieren kann.

Ausblick 2026

CEO Simon Gerovich verteidigt den eingeschlagenen Weg und betont den langfristigen Horizont der Anlagepolitik. Er spekuliert zudem darauf, dass künstliche Intelligenz in einer automatisierten Ökonomie digitale Wertspeicher wie Bitcoin bevorzugen wird.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management optimistisch und prognostiziert einen Umsatz von 16 Milliarden Yen sowie einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen. Die Erreichung dieser Ziele bleibt jedoch untrennbar mit der Volatilität des Bitcoin-Kurses verknüpft.

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