Der Chef des Bitcoin-Treasurers Metaplanet wehrt sich öffentlich gegen anonyme Vorwürfe. Die Aktie notiert etwa 85% unter ihrem Allzeithoch von 2025 – und das Papier steht unter Druck. CEO Simon Gerovich trat diese Woche in die Offensive und wies Kritik an mangelnder Transparenz und fragwürdiger Strategie zurück.

Direkter Schlagabtausch auf X

Am 20. Februar antwortete Gerovich detailliert auf Vorwürfe eines anonymen Kritikers, der nach eigenen Angaben 50.000 Aktien hält. Der Vorwurf: Metaplanet habe Bitcoin-Käufe verschleiert, Derivatverluste verborgen und wichtige Kreditkonditionen nicht offengelegt.

Gerovich räumte ein, dass der September 2025 ein lokales Hoch markierte. Die Kritik wies er jedoch zurück. Das Unternehmen tätigte in jenem Monat vier Bitcoin-Käufe – 1.009 BTC am 1. September, 136 BTC am 8. September, 5.419 BTC am 22. September und 5.268 BTC am 30. September. Jeder Kauf wurde zeitnah bekanntgegeben.

Zur Transparenz verwies der CEO auf öffentlich einsehbare Wallet-Adressen und ein Live-Dashboard für Aktionäre. Bei den Kreditkonditionen bestätigte er drei rechtzeitige Mitteilungen über Kreditlinien, Beträge, Sicherheiten und Bedingungen. Name des Kreditgebers und exakter Zinssatz bleiben auf Wunsch der Gegenpartei vertraulich.

1,2 Milliarden Dollar unrealisierte Verluste

Die Verteidigung folgt auf die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Fiskaljahr 2025 am 16. Februar. Metaplanet wies einen Nettoverlust von 95 Milliarden Yen (rund 619 Millionen Dollar) aus. Haupttreiber war eine Bewertungskorrektur von 102,2 Milliarden Yen auf den Bitcoin-Bestand.

Das Unternehmen hält aktuell 35.102 BTC mit unrealisierten Verlusten von über 1,2 Milliarden Dollar. Die operativen Kennzahlen zeichnen ein anderes Bild: Der Umsatz stieg um 738% auf 8,9 Milliarden Yen, der operative Gewinn kletterte um 1.695% auf 6,29 Milliarden Yen. Fast der gesamte Ertrag stammt aus Prämien durch Bitcoin-Optionsgeschäfte.

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Optionsstrategie im Zentrum der Kritik

Der umstrittenste Punkt betrifft Metaplanets Strategie des Put-Verkaufs auf Bitcoin. Kritiker sehen darin eine gescheiterte Richtungswette. Gerovich hält dagegen: Die Strategie ziele darauf ab, Volatilität zu monetarisieren und effektive Anschaffungskosten zu senken – nicht auf Kursspekulation.

Die Mechanik: Bleibt Bitcoin über dem Strike-Preis, verfällt die Option wertlos und Metaplanet behält die Prämie. Fällt der Kurs, erwirbt das Unternehmen Bitcoin zu geringeren Nettokosten nach Abzug der vereinnahmten Prämie. Optionsprämien machten rund 95% des Gesamtumsatzes im Fiskaljahr 2025 aus.

Ausblick und langfristiges Ziel

Am 19. Februar äußerte Gerovich seine persönliche Einschätzung, Bitcoin könnte bei etwa 60.000 Dollar einen Boden gefunden haben. Er betonte zugleich die Unsicherheit und kündigte an, unabhängig vom kurzfristigen Preisverlauf weiter zu akkumulieren. Bitcoin notierte zu dem Zeitpunkt nahe 67.000 bis 68.000 Dollar.

Metaplanet hält am langfristigen Ziel fest: 210.000 BTC bis 2027 – etwa 1% des gesamten Bitcoin-Angebots. Für das Fiskaljahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von 16 Milliarden Yen und einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen. Das entspricht einem Wachstum von rund 80%. Eine Prognose für den Nettogewinn gab das Unternehmen aufgrund der anhaltenden Bitcoin-Volatilität nicht ab.

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