Die Aktie von IonQ hat seit Jahresbeginn rund ein Drittel ihres Wertes verloren und steht massiv unter Druck. Doch nur zwei Tage vor den entscheidenden Quartalszahlen meldet das Quantencomputing-Unternehmen einen strategischen Erfolg: Die Aufnahme in ein milliardenschweres Verteidigungsprogramm der USA. Anleger fragen sich nun, ob dies die Wende einleitet oder angesichts der jüngsten Short-Seller-Attacken verpufft.

Einstieg in die Rüstungsindustrie

Am Montag gab IonQ bekannt, einen Platz im "SHIELD"-Rahmenvertrag der U.S. Missile Defense Agency gesichert zu haben. Dieses Programm verfügt über ein Gesamtbudget von 151 Milliarden US-Dollar und zielt auf die schnelle Bereitstellung innovativer Verteidigungstechnologien ab.

Für Investoren ist hierbei jedoch eine differenzierte Betrachtung wichtig: Es handelt sich nicht um eine garantierte Auszahlungssumme für IonQ. Das Unternehmen ist nun einer von mehr als 2.400 qualifizierten Anbietern, die sich um spezifische Aufträge innerhalb dieses Rahmens bewerben dürfen. Dennoch validiert der Schritt das erweiterte Portfolio von IonQ, das durch Zukäufe in Bereichen wie Weltraumkommunikation (Skyloom) und Radartechnologie (Capella Space) gewachsen ist.

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Nervosität vor dem Mittwoch

Die Nachricht kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Bereits am morgigen Mittwoch, den 25. Februar, wird IonQ nach Börsenschluss seine Bücher öffnen. Die Erwartungen sind hoch: Analysten rechnen mit einem Umsatzsprung von fast 245 Prozent auf rund 40,4 Millionen Dollar für das vierte Quartal. Gleichzeitig soll sich der Verlust pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr verringert haben.

Diese Zahlen müssen überzeugen, denn die Stimmung ist angespannt. Anfang Februar sorgte ein Bericht des Short-Sellers Wolfpack Research für Unruhe, der dem Unternehmen vorwarf, Pentagon-Finanzierungen verloren zu haben. Die morgige Bilanzpressekonferenz dürfte daher vor allem dazu dienen, diese Vorwürfe zu adressieren und Vertrauen zurückzugewinnen.

Aktie sucht Boden

Der Blick auf den Chart verdeutlicht den Ernst der Lage. Nach einem Kursrutsch von über 33 Prozent seit Jahresanfang notiert das Papier aktuell bei 26,60 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 71,00 Euro hat sich der Kurs weit entfernt. Die Kombination aus operativen Verlusten und einer aggressiven, kostenintensiven Übernahmestrategie hat viele Anleger vorsichtig werden lassen.

Der morgige Mittwochabend wird die Richtung vorgeben: Sollten die Umsatzzahlen die hohen Erwartungen erfüllen und das Management die Bedenken bezüglich der Finanzierung ausräumen können, könnte der neue Rüstungs-Rahmenvertrag als Startschuss für eine Erholung dienen. Andernfalls droht eine Fortsetzung des Abwärtstrends.

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