Pfizer steuert auf eine Woche zu, die kurzfristig für neue Orientierung sorgen könnte. CEO Albert Bourla tritt am 2. März auf der TD-Cowen-Gesundheitskonferenz auf – und der Markt hofft auf handfeste Hinweise, wie es mit Pipeline und Prioritäten 2026 weitergeht. Denn zuletzt standen weniger die aktuellen Zahlen im Vordergrund als die Frage, wie Pfizer die kommenden Patentabläufe abfedern will.

Auftritt am 2. März: Was der Markt hören will

Pfizer hat gestern zu einem Webcast eingeladen: Bourla präsentiert am 2. März um 10:30 Uhr (US-Ostküstenzeit) auf der TD-Cowen-Konferenz. Solche Termine sind für Anleger oft mehr als Routine. Sie gelten als Bühne für Pipeline-Updates, Prioritäten in der Forschung – und manchmal auch für Aussagen zur Kapitalallokation.

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Warum ist das diesmal besonders relevant? Weil der Druck von Analystenseite zuletzt zugenommen hat. Barclays startete die Beobachtung mit „Underweight“ und begründete das unter anderem mit anstehenden Patentabläufen sowie Einschränkungen durch die Bilanz. Goldman Sachs blieb dagegen bei „Hold“. Dieses gemischte Bild ist ein guter Nährboden für stärkere Reaktionen, falls Pfizer neue, belastbare Signale sendet.

Patentabläufe treffen auf Pipeline-Fantasie

Barclays spricht von einer „schwierigen Phase“: Wichtige Exklusivitätsverluste sollen ab diesem Jahr beginnen und sich bis 2028 beschleunigen. Entsprechend erwartet die Bank eher eine Seitwärtsbewegung, bis es neue Daten zum Adipositas-Projekt VESPER-3 gibt. Als nächster Fixpunkt wird die Diabetes-Konferenz der American Diabetes Association im Juni 2026 genannt – dort soll ein weiteres Daten-Update anstehen.

Auf der anderen Seite arbeitet Pfizer daran, die Pipeline sichtbar zu füllen. Im Bereich Onkologie meldete das Unternehmen im Februar positive Phase-3-Daten aus der BREAKWATER-Studie zum BRAFTOVI-Regime bei metastasiertem Darmkrebs (BRAF V600E-Mutation). Laut Pfizer wurde das progressionsfreie Überleben statistisch signifikant verbessert – ein wichtiges Signal, weil es die Substanz der Pipeline unterstreicht.

Beim Thema Adipositas verweist Pfizer auf mehr als 20 laufende Studien zur Gewichtskontrolle. Rückenwind lieferten zudem die kommunizierten Phase-2b-Ergebnisse aus VESPER-3: Der ultra-lang wirksame GLP-1-Agonist PF'3944 erreichte den primären Endpunkt mit signifikantem Gewichtsverlust nach 28 Wochen bei monatlicher Dosierung.

Zahlen, Dividende – und der Blick nach vorn

Die jüngsten Quartalszahlen liefern den Hintergrund: Im vierten Quartal 2025 lag der Gewinn je Aktie mit 0,66 US-Dollar über den Erwartungen (0,57), auch der Umsatz übertraf die Schätzungen. Für 2026 bestätigte Pfizer seine Prognose: 59,5 bis 62,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und ein bereinigter Gewinn je Aktie von 2,80 bis 3,00 US-Dollar; zudem rechnet der Konzern mit rund 5 Milliarden US-Dollar COVID-Erlösen und etwa 20 wichtigen Studienstarts.

Auch die Dividende bleibt ein Thema. Pfizer kündigte 0,43 US-Dollar je Aktie quartalsweise an; laut Quelle entspricht das rund 6,4% annualisierter Rendite. Gleichzeitig fällt die Ausschüttungsquote mit etwa 126% auf – ein Wert, der die Nachhaltigkeit der Dividende zumindest erklärungsbedürftig macht.

An der Börse ist die Bewegung aktuell überschaubar: Der Kurs liegt heute bei 22,94 Euro. Der nächste konkrete Termin, der die Diskussion um Pipeline, Patentdruck und Prioritäten bündeln dürfte, ist der CEO-Auftritt am 2. März – gefolgt von den nächsten Quartalszahlen am 28. April 2026.

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