Meta hat am Mittwochabend seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 präsentiert – und gleichzeitig eine Ansage gemacht, die in dieser Dimension selbst für Big Tech außergewöhnlich ist. Der Konzern will 2026 bis zu 135 Milliarden Dollar in seine KI-Infrastruktur investieren. Das ist nahezu doppelt so viel wie im Vorjahr und übertrifft bisherige Branchennormen deutlich. Die Frage dahinter: Kann Meta mit dieser Wette auf „persönliche Superintelligenz" seine Marktposition absichern – oder wird der Ausgabenrausch zur Belastung?

Starke Quartalszahlen als Basis

Die Geschäftszahlen selbst lieferten wenig Anlass zur Sorge. Meta meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von 59,89 Milliarden Dollar, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit rund 58,5 Milliarden gerechnet. Beim Gewinn je Aktie lag das Ergebnis mit 8,88 Dollar ebenfalls über den Erwartungen von 8,23 Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 22,76 Milliarden Dollar.

Verantwortlich für das Wachstum bleibt das Kerngeschäft: die Werbung über Facebook, Instagram und WhatsApp. Täglich nutzen 3,58 Milliarden Menschen mindestens eine dieser Plattformen – ein enormer Datenschatz, den Meta nun für seine KI-Ambitionen nutzen will.

135 Milliarden Dollar für KI

Der eigentliche Paukenschlag folgte mit der Prognose für 2026. Meta plant Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: 2025 gab der Konzern etwa 72 Milliarden aus. Die massive Erhöhung soll den Aufbau von „Meta Superintelligence Labs" vorantreiben. Intern wird bereits ein neues KI-Modell mit dem Codenamen „Avocado" getestet, das noch in der ersten Jahreshälfte erscheinen soll.

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CFO Susan Li versicherte, dass Meta trotz der Ausgabenexplosion ein höheres Betriebsergebnis als 2025 erwartet. Umsatzwachstum und Effizienzgewinne an anderen Stellen sollen das möglich machen. Für das erste Quartal 2026 stellte Meta Erlöse zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden Dollar in Aussicht – deutlich über der Konsensschätzung von 51,4 Milliarden.

Reality Labs weiter im Minus

Während das Werbegeschäft läuft, bleibt die Sparte Reality Labs ein Problemfall. Im vierten Quartal verzeichnete die für Metaverse und VR/AR zuständige Einheit bei Erlösen von gerade einmal 955 Millionen Dollar einen operativen Verlust von 6,02 Milliarden. CEO Mark Zuckerberg betonte zwar, das Segment nicht aufzugeben. Doch mehr als 1.000 Stellen wurden dort bereits gestrichen, während Ressourcen in Richtung KI und vernetzte Brillen wie die Ray-Ban Meta umgeleitet werden.

Regulierung bleibt Thema

Parallel kämpft Meta an mehreren rechtlichen Fronten. In der EU einigte sich der Konzern mit der Kommission auf Anpassungen bei der „weniger personalisierten Werbung", um den Vorgaben des Digital Markets Act gerecht zu werden. In den USA stehen mehrere Gerichtsverfahren zum Jugendschutz auf Plattformen an. Diese Unsicherheiten dürften die Aktie mittelfristig begleiten.

Die Strategie ist klar: Meta setzt auf seinen riesigen Nutzerstamm, um im KI-Rennen ganz vorne mitzuspielen. Am 28. Januar hat das Unternehmen die Weichen dafür gestellt – mit einem Kapitaleinsatz, der historische Dimensionen hat.

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