Meta Aktie: 6-Milliarden-Deal vor Zahlen
Wenige Stunden vor der mit Spannung erwarteten Quartalsbilanz legt Meta einen massiven Vertrag vor: Bis zu 6 Milliarden US-Dollar fließen an den Glasfaser-Spezialisten Corning, um die KI-Rechenzentren bis 2030 mit optischen Kabeln zu versorgen. Gleichzeitig beginnt in Los Angeles ein Prozess um die Suchtgefahr sozialer Medien. Und die Wall Street fragt sich: Können die Werbeerlöse die explodierende Investitionswelle überhaupt noch tragen?
Infrastruktur-Offensive im Milliarden-Maßstab
Der Deal mit Corning sichert Meta die Versorgung mit Glasfaserkabeln für die rasant wachsenden KI-Datenzentren. Corning wird dafür die Produktionskapazitäten in North Carolina ausbauen. Die Börse reagierte prompt: Corning-Aktien legten rund 16 Prozent zu, während Meta sich um die 673-Dollar-Marke stabilisierte.
Für Investoren ist die Vereinbarung zweideutig. Einerseits unterstreicht sie das Tempo, mit dem CEO Mark Zuckerberg das Unternehmen im KI-Rennen positioniert. Andererseits zementiert sie eine Realität, die der Straße seit Monaten Sorgen bereitet: Die Investitionsausgaben (CapEx) steigen unaufhaltsam. Für 2025 lagen sie bereits bei 70 bis 72 Milliarden Dollar. Für 2026 prognostizieren Analysten einen Anstieg auf 153 bis 160 Milliarden Dollar – getrieben durch Nvidia-Chips, Glasfaser-Infrastruktur und die anhaltenden Verluste der Reality-Labs-Sparte, die pro Quartal über 4 Milliarden Dollar verbrennt.
Hohe Erwartungen an das vierte Quartal
Die Konsensschätzungen sehen Erlöse von rund 58,45 Milliarden Dollar für das Schlussquartal 2025 vor, ein Plus von etwa 21 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie wird bei 8,21 Dollar erwartet. Die Aktie hat in den letzten fünf Handelstagen über 10 Prozent zugelegt – ein deutliches Zeichen dafür, dass der Markt auf eine starke Vorlage setzt. Sollten die Zahlen lediglich die Erwartungen erfüllen, könnte das nicht ausreichen, um die Rally fortzusetzen. Entscheidend wird die Prognose für 2026: Kann das Werbegeschäft die immensen KI-Ausgaben finanzieren?
Rechtliche Fronten: Suchtprozess läuft, Kartellverfahren in Berufung
Meta steht derzeit vor zwei getrennten juristischen Auseinandersetzungen. In Los Angeles begann am 27. Januar 2026 die Auswahl der Geschworenen für einen Prozess, bei dem es um die Suchtgefahr von Instagram und Facebook für Kinder geht. Die Kläger werfen Meta vor, Algorithmen gezielt so zu gestalten, dass sie die Bildschirmzeit maximieren – auf Kosten der psychischen Gesundheit junger Nutzer. Während TikTok sich kurz vor Prozessbeginn verglich, stellt sich Meta zusammen mit Google dem Verfahren.
Parallel dazu bleibt das kartellrechtliche Verfahren aktiv. Im November 2025 hatte ein Gericht zugunsten von Meta entschieden und eine Zerschlagung von Instagram und WhatsApp abgelehnt. Doch die Federal Trade Commission (FTC) gab sich nicht geschlagen und legte am 20. Januar 2026 offiziell Berufung ein. Die unmittelbare Gefahr einer Aufspaltung ist vorerst gebannt, der regulatorische Schatten bleibt jedoch bestehen.
Entscheidung nach Börsenschluss
Die Analystengemeinde zeigt sich trotz der Belastungen optimistisch. Die Bank of America bekräftigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 810 Dollar und verwies auf die starke Nachfrage im Werbegeschäft sowie die KI-Integration. Ob Meta den Weg zu neuen Höchstständen findet, hängt nun allein von der Prognose ab, die Zuckerberg heute nach Handelsschluss vorlegt. Gelingt der Nachweis, dass die Milliarden-Investitionen direkt in Umsatzwachstum münden, dürfte die Aktie weiteres Potenzial haben.
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