Meta Aktie: Marktinformationen kompakt
Meta steht vor einer entscheidenden Woche: Am Mittwoch legt der Konzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und gleichzeitig zeichnet sich ein klarer Strategiewechsel ab. Weniger Virtual Reality, mehr Künstliche Intelligenz und neue Abo-Modelle sollen das Geschäftsmodell breiter aufstellen. Im Zentrum steht die Frage, wie Meta die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur in konkrete Umsätze verwandeln will.
Q4-Zahlen und Investitionsdruck
Meta präsentiert die Ergebnisse für Q4 2025 am Mittwoch nach US-Börsenschluss. Der Konzern hatte Erlöse zwischen 56 und 59 Milliarden US‑Dollar in Aussicht gestellt. Analysten rechnen laut MarketBeat mit rund 58,3 Milliarden US‑Dollar – ein Wachstum von etwa 20 bis 21 Prozent im Jahresvergleich. Die Schätzungen für den bereinigten Gewinn je Aktie liegen bei etwa 8,16 US‑Dollar.
Im Fokus der Investoren steht allerdings weniger das abgelaufene Quartal als der Blick nach vorne: Entscheidend wird der Ausblick auf die Investitionen 2026. Meta hat 2025 schätzungsweise 70 bis 72 Milliarden US‑Dollar in Infrastruktur gesteckt. Frühere Aussagen ließen durchblicken, dass die Ausgaben 2026 sogar über 100 Milliarden US‑Dollar liegen könnten. Dieser kapitalintensive Kurs belastet die Aktie seit dem Q3-Bericht im Oktober, nach dem der Titel nach enttäuschenden Zahlen um rund 11 Prozent nachgab.
Aktuell spiegelt der Kurs einen gewissen Optimismus wider: Gestern schloss die Aktie bei 671,85 US‑Dollar, rund 10 Prozent über dem 50‑Tage-Durchschnitt und gut 53 Prozent über dem 52‑Wochentief.
Neue Abo-Modelle für KI-Funktionen
Parallel zu den Zahlen treibt Meta eine neue Einnahmequelle voran: kostenpflichtige Angebote in den Kern-Apps Instagram, Facebook und WhatsApp. Laut CNBC, das sich auf einen TechCrunch-Bericht sowie eine Bestätigung durch einen Meta-Sprecher beruft, sollen Premium-Abos zusätzliche KI-Funktionen und erweiterte Features bieten.
Kernbaustein ist dabei das KI-Agentenpaket Manus, das Meta im Dezember 2025 für rund 2 Milliarden US‑Dollar übernommen hat. Diese Technologie soll im Rahmen der neuen Abos skaliert und breiter ausgerollt werden. Hinzu kommen mögliche Premium-Zugänge zu Vibes, einem 2025 gestarteten KI-Tool für die Erstellung kurzer Videos. Die Basisversion bleibt kostenlos, fortgeschrittene Funktionen sollen kostenpflichtig werden.
Wichtig: Die geplanten Abos sind getrennt vom bereits bestehenden „Meta Verified“-Angebot, das seit 2023 existiert. Meta versucht damit klar, die Abhängigkeit vom klassischen Werbemodell zu verringern und KI-Funktionen direkt zu monetarisieren.
Wesentliche Eckpunkte:
- Q4-Umsatzprognose: 56–59 Mrd. US‑Dollar
- Analystenerwartung: ca. 58,3 Mrd. US‑Dollar (ca. 20–21 % Wachstum)
- Geschätzte Investitionen 2025: 70–72 Mrd. US‑Dollar
- Mögliche Capex 2026 laut früheren Aussagen: >100 Mrd. US‑Dollar
- Manus-KI-Übernahme: rund 2 Mrd. US‑Dollar (Dezember 2025)
Rückbau bei VR, Ausbau bei KI und Wearables
Deutlich wird der Strategiewechsel auch beim Blick auf Reality Labs. Laut CNBC hat Meta in der vergangenen Woche rund 1.000 Stellen im Bereich gestrichen, etwa 10 Prozent der Belegschaft dieser Einheit. Betroffen sind unter anderem Teams rund um die Quest-Headsets und die virtuelle Welt Horizon Worlds.
Der Konzern bestätigte, dass damit Mittel von VR-Projekten in Richtung KI und Wearables umgelenkt werden sollen, etwa in Produkte wie die Ray‑Ban Meta Smart Glasses. Hintergrund ist auch die Bilanz von Reality Labs: Seit Ende 2020 hat die Sparte laut CNBC kumulierte Verluste von über 70 Milliarden US‑Dollar angehäuft.
Der Markt bietet Meta Argumente für diese Neuausrichtung. Nach Berechnungen von IDC dürften die Auslieferungen von VR- und Mixed-Reality-Headsets 2025 um 42,8 Prozent auf 3,9 Millionen Einheiten gefallen sein. Gleichzeitig werden KI-Brillen deutlich stärker nachgefragt: Hier erwartet IDC ein Wachstum der Auslieferungen um 211,2 Prozent auf 10,6 Millionen Geräte.
CTO Andrew Bosworth betonte beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 21. Januar, Meta investiere weiterhin „stark“ in VR, räumte aber ein, dass die Technologie „langsamer wächst als erhofft“. Die Prioritäten verschieben sich damit klar in Richtung wachstumsstärkerer Bereiche wie KI und smarte Brillen.
KI-Infrastruktur als zentrale Wette
Um diese Strategie zu stützen, baut Meta seine KI-Infrastruktur massiv aus. Am 12. Januar kündigte CEO Mark Zuckerberg das Programm „Meta Compute“ an, das den Aufbau zusätzlicher Rechenzentren vorantreiben soll. Ziel ist es, in diesem Jahrzehnt Kapazitäten im Umfang von „zig Gigawatt“ zu schaffen – eine Größenordnung, die die bisherige Investitionsplanung erklärt.
In Davos legte Bosworth nach: Das 2025 gegründete Team „Superintelligence Labs“ hat im Januar seine ersten internen KI-Modelle geliefert, die er laut Reuters als „sehr gut“ beschrieb. Für den Markt ist das ein Hinweis, dass die hohen Infrastrukturkosten nicht nur in ferne Zukunftsprojekte fließen, sondern bereits erste produktive Ergebnisse liefern.
Fazit: Zahlen als Vertrauensbeweis
Für Meta wird der Mittwoch zum Belastungstest: Das Unternehmen muss zeigen, dass starkes Umsatzwachstum, neue Abo-Modelle und konkrete Fortschritte bei KI-Infrastruktur und Wearables die extrem hohen Investitionen rechtfertigen. Besonders die Capex-Prognose für 2026 und Details zur Monetarisierung der neuen KI-Dienste dürften den Ton für die Aktie in den kommenden Monaten setzen.
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