Der Start ins Börsenjahr 2026 verläuft für den Sportartikelhersteller alles andere als wunschgemäß. Während Analysten reihenweise ihre Kursziele kappen und Sorgen um US-Zölle die Stimmung trüben, nähert sich die Aktie bedrohlich ihrem Jahrestief. Doch ist der Abwärtstrend in Stein gemeißelt oder bietet das WM-Jahr 2026 noch unentdeckte Chancen?

  • Performance seit Jahresanfang: -13,41 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief: 0,83 %
  • Nächster wichtiger Termin: 4. März 2026 (Jahreszahlen 2025)

Der Kursverlauf spricht derzeit eine deutliche Sprache. Mit aktuell 144,95 Euro notiert das Papier nur noch hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 143,75 Euro. Diese Schwäche ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern die Fortsetzung eines Trends, der die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten bereits über 43 Prozent an Wert kostete.

Analysten streichen Kursziele

Maßgeblich für den jüngsten Verkaufsdruck sind revidierte Einschätzungen großer Investmentbanken. Im Januar 2026 korrigierten mehrere Institute ihre Erwartungen nach unten:

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  • RBC Capital Markets senkte das Kursziel deutlich von 190 auf 160 Euro und stufte das Papier auf "Sector Perform" herab.
  • Goldman Sachs reduzierte das Ziel von 210 auf 180 Euro, hält aber an der Einstufung "Neutral" fest.
  • Bank of America sorgte bereits Anfang Januar mit einer Abstufung auf "Underperform" für negative Impulse.

Dennoch gibt es auch optimistische Stimmen. Bernstein Research hob das Kursziel gegen den Trend auf 270 Euro an, und auch die UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung. Diese Divergenz zeigt die aktuelle Unsicherheit im Markt.

Zölle und China belasten

Hinter den skeptischen Analystenstimmen stehen fundamentale Sorgen. Marktbeobachter fürchten, dass mögliche neue US-Zölle das Geschäftsmodell der Sportartikelbranche empfindlich treffen könnten. Hinzu kommen Zweifel an einer raschen Erholung des wichtigen chinesischen Marktes, auf die viele Anleger gehofft hatten. Auch die Nachhaltigkeit der zuletzt gesehenen Margenverbesserungen wird von RBC kritisch hinterfragt.

Hoffnungsträger WM 2026

Trotz der aktuellen Tristesse gibt es Lichtblicke für das laufende Jahr. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika im Sommer 2026 könnte als Katalysator wirken. Großereignisse dieser Art kurbeln traditionell den Absatz von Trikots und Ausrüstung an. Experten von RBC quantifizieren diesen Effekt und halten einen Beitrag von rund vier Prozentpunkten zum organischen Umsatzwachstum für möglich.

Ob diese mittelfristige Perspektive ausreicht, um den Kurs kurzfristig zu stabilisieren, wird sich am 4. März 2026 zeigen. An diesem Tag veröffentlicht Adidas die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Anleger werden dann genau prüfen, ob der Konzern die im Herbst 2025 angehobene Prognose erfüllen konnte und wie das Management die Risiken durch Zölle und die China-Schwäche konkret einschätzt.

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