Meta steht kurz vor einem entscheidenden Auftritt an der Wall Street. Kurz vor den Zahlen zum vierten Quartal 2025 hat die Aktie deutlich zugelegt – die Erwartungen an den Ausblick sind entsprechend hoch. Im Zentrum steht nicht das vergangene Quartal, sondern die Frage, wie teuer der Konzern seinen KI-Kurs in den kommenden Jahren macht.

KI-Investitionen im Mittelpunkt

Am 28. Januar legt Meta seine Q4-2025-Zahlen vor. Analysten rechnen mit Erlösen von rund 58,3 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 20 % entsprechen würde. Operativ läuft das Geschäft also solide – doch genau das ist diesmal nur die Kulisse.

Der eigentliche Spannungspunkt ist der Ausblick auf die Investitionen für 2026. Meta hatte zuvor angedeutet, dass die Ausgaben im kommenden Jahr deutlich über 100 Milliarden US-Dollar liegen könnten, vor allem für den Ausbau von KI-Infrastruktur und -Entwicklung. Diese Größenordnung hatte den Markt bereits in der Vergangenheit verunsichert, weil sie Margen und freien Cashflow spürbar belasten könnte.

Entsprechend dürfte die Prognose für die künftigen Investitionen die reinen Quartalszahlen klar überlagern. Entscheidend ist, ob Meta die befürchtete Ausgabenspirale bestätigt, relativiert oder konkret strukturiert – davon hängt die weitere Kursrichtung wesentlich ab.

Reality Labs: Kostendisziplin vor KI-Offensive

Parallel schärft Meta seine Kostenbasis. In der Sparte Reality Labs, zuständig für Metaverse-Hardware und -Plattformen, hat der Konzern mehr als 1.000 Stellen gestrichen. Dieser Bereich gilt seit Jahren als Geldverbrenner: Seit 2021 sollen sich die kumulierten Verluste auf etwa 73 Milliarden US-Dollar summiert haben.

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Die aktuellen Einschnitte werden am Markt als Signal gelesen, dass Meta vor der nächsten Investitionswelle in KI bewusst an anderer Stelle bremst. Weniger Personal im verlustreichen Metaverse-Bereich schafft Spielraum, um hohe Ausgaben für Rechenzentren, Chips und Softwareentwicklung zu stemmen, ohne die Profitabilität vollständig zu opfern.

Damit zeichnet sich eine Verschiebung der Prioritäten ab: weg von der langfristigen Metaverse-Story, hin zu unmittelbareren KI-Anwendungen und -Infrastruktur, die schneller Erträge bringen könnten.

Regulatorische Risiken: Ofcom schaut genau hin

Zusätzliche Unsicherheit kommt von der Regulierungsseite. In Großbritannien untersucht die Kommunikationsaufsicht Ofcom, ob Meta im Rahmen einer Marktanalyse vollständige und korrekte Informationen zu seinem Nachrichtendienst WhatsApp geliefert hat.

Die Untersuchung betrifft zwar nicht direkt das Kerngeschäft mit Werbung, erinnert Investoren aber daran, dass Meta weiterhin unter genauer Beobachtung von Behörden weltweit steht. Je nach Verlauf kann das zu Auflagen, Strafzahlungen oder strengeren Berichtspflichten führen – Faktoren, die künftig Ressourcen binden und strategische Spielräume einengen können.

Marktreaktion und Ausgangslage vor den Zahlen

An der Börse spiegeln sich die gestiegenen Erwartungen bereits wider: In den vergangenen sieben Tagen legte der Kurs um 10,62 % zu und schloss gestern bei 671,85 US-Dollar. Damit notiert die Aktie nur rund 5 % unter dem 52-Wochen-Hoch und deutlich über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der vergangenen Monate.

Damit ist die Ausgangslage klar umrissen:

  • Starker Kurslauf unmittelbar vor den Zahlen
  • Erwartetes Umsatzwachstum von rund 20 % im vierten Quartal
  • Fokus der Investoren auf die Investitionsplanung 2026, vor allem für KI
  • Stellenabbau bei Reality Labs nach Verlusten von rund 73 Milliarden US-Dollar seit 2021
  • Offene Ofcom-Untersuchung zu WhatsApp-Daten in Großbritannien

Im Zusammenspiel ergibt sich ein sensibles Setup: Hohe Erwartungen an Wachstum und KI-Strategie treffen auf die Sorge vor ausufernden Kosten und regulatorischen Stolpersteinen. Wie konkret und ausgewogen Meta am 28. Januar den Spagat zwischen Investitionshunger und Kostendisziplin adressiert, dürfte den Ton für die kommenden Monate setzen – sowohl für den Kurs als auch für die Wahrnehmung der gesamten KI-Story des Konzerns.

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