Mercedes-Benz Aktie: Starker Jahresauftakt
Ein herausforderndes Autojahr 2025 liegt hinter den Herstellern, doch zum Start in 2026 legt Mercedes-Benz an der Börse spürbar zu. Treiber sind die Hoffnung auf eine Rotation zurück in klassische Industrie- und Substanzwerte – und ein klarer Produktfokus auf den US-Markt mit dem neuen elektrischen GLC. Entscheidet die CES in Las Vegas über eine echte Trendwende für die Aktie?
Stimmungswechsel nach schwierigem 2025
Nach einem von Margendruck und starkem Wettbewerb aus Asien geprägten Jahr 2025 beginnt der Titel das neue Börsenjahr mit Rückenwind. Am Freitag legte die Aktie um 3,10 % auf 61,93 Euro zu und gehörte damit zu den stärkeren Werten im DAX.
Im Hintergrund wirken mehrere Faktoren zusammen:
- Investoren suchen nach günstig bewerteten Substanzwerten nach einem „gebrauchten“ Autojahr 2025.
- Die Bewertung von Mercedes-Benz gilt im historischen Vergleich als attraktiv.
- Der Fokus der Konzernstrategie liegt klar auf Profitabilität („Value over Volume“) statt reinem Mengenwachstum.
Charttechnisch notiert die Aktie über wichtigen Durchschnittslinien: Der Schlusskurs liegt rund 3,5 % über dem 50-Tage-Durchschnitt und gut 14 % über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das unterstreicht den jüngsten Aufwärtsschub, auch wenn der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 70,10 Euro aktuell bei knapp 12 % liegt.
CES 2026 und elektrischer GLC im Fokus
Der wichtigste kurzfristige Katalysator ist die CES in Las Vegas in der neuen Woche. Dort will der Konzern den elektrischen GLC erstmals auf US-Boden präsentieren. Der GLC zählt traditionell zu den volumen- und ertragsstarken Modellen, die Elektroversion ist daher für den US-Markt von zentraler Bedeutung.
Der Markt knüpft daran klare Erwartungen:
- Die E-Variante des GLC soll die Position im Premium-SUV-Segment sichern.
- Technologisch muss das Modell mit den Angeboten reiner Elektrohersteller mithalten.
- Ein überzeugender Auftritt auf der CES könnte das Bild der Marke im US-Elektromarkt stärken.
Kurzfristig schlägt sich die gestiegene Erwartungshaltung auch in der Kursentwicklung nieder: Trotz eines Wochenminus von 11,65 % im 7-Tage-Vergleich hat sich die Aktie in den vergangenen 30 Tagen um 7,22 % verbessert und liegt auf Sicht von zwölf Monaten rund 17 % im Plus. Die Volatilität bleibt mit einer annualisierten 30‑Tage-Schwankungsbreite von über 70 % jedoch hoch.
Managemententscheidungen und Branchenumfeld
Parallel zu den Produktnews stärkt der Konzern seine Führungsstruktur. Stefan Weckbach soll ab Juli 2026 die Performance-Marke Mercedes-AMG als CEO führen. Experten verbinden diese Personalie mit der weiteren Elektrifizierung des Sportwagenbereichs.
Zudem wurde CEO Ola Källenius erneut zum Präsidenten des europäischen Herstellerverbands ACEA gewählt. Das unterstreicht den politischen Einfluss des Unternehmens in Brüssel – ein Vorteil in einem Umfeld, in dem Regulierung und Emissionsvorgaben zentrale Stellgrößen für die Branche bleiben.
Strategisch bleibt der Kurs klar: Höhere Profitabilität hat Vorrang vor maximalen Stückzahlen. In einem Markt, in dem Investoren wieder stärker auf Margen und Cashflows achten, stößt dieser Ansatz zunehmend auf Zustimmung institutioneller Anleger.
Technische Lage und Ausblick
Aus technischer Sicht präsentiert sich das Bild gemischt, aber konstruktiv: Der RSI liegt mit 36,3 Punkten im unteren neutralen Bereich. Das signalisiert, dass die jüngsten Rücksetzer der vergangenen Woche bereits viel Skepsis eingepreist haben, ohne in einen klar überverkauften Zustand zu kippen.
Die zentrale Marke auf der Oberseite ist kurzfristig der Bereich um 62 Euro. Hält sich der Kurs in den kommenden Tagen nachhaltig darüber, rückt aus charttechnischer Sicht der Bereich um 65 Euro in den Blick. Auf der Unterseite bleibt der Abstand von gut 31 % zum 52‑Wochen-Tief bei 47,05 Euro ein Puffer, der die Erholung der vergangenen Monate sichtbar macht.
Entscheidend wird nun der Newsflow von der CES: Fällt die Präsentation des elektrischen GLC überzeugend aus, kann der positive Jahresstart Bestand haben und die Aktie sich weiter vom Vorjahresfrust der Branche lösen.
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