Mercedes-Benz Aktie: Rabatte unter Druck
Wenn selbst der Maybach-Badge einen fünfstelligen Nachlass braucht, um Käufer anzulocken, stimmt etwas nicht im Luxussegment. Mercedes-Benz gewährt im März 2026 Händlern in den USA einen Bonus von 25.000 Dollar auf den neuen Maybach EQS — beim Vorgängermodell waren es sogar bis zu 50.000 Dollar. Das steht in offenem Widerspruch zu einer Marke, die ihren Wert jahrzehntelang über strikte Preisdisziplin definiert hat.
Elektro-Luxus findet kaum Käufer
Die Verkaufszahlen sprechen eine klare Sprache: In den ersten vier Monaten 2025 verkaufte Mercedes weltweit rund 1.450 Einheiten des elektrischen G 580 — die Benzinversion der G-Klasse kam im gleichen Zeitraum auf knapp 9.700 Einheiten. Der Preisunterschied allein erklärt das nicht vollständig. Der elektrische G 580 kostet rund 164.000 Dollar und bietet eine Reichweite von etwa 239 Meilen, während das Benzinmodell auf rund 500 Meilen kommt. Für viele Käufer im Luxussegment ist das schlicht kein attraktiver Tausch — auch nicht mit 10.000 Dollar Händlerrabatt, den Mercedes zuletzt von 5.000 Dollar verdoppelt hat.
Das Grundproblem bleibt: Die Fahrzeuge sind selbst nach Rabatten für die meisten Käufer unerschwinglich, und die Kernkundschaft zeigt wenig Bereitschaft zum Wechsel.
Restrukturierung und der Test am 29. April
Das Geschäftsjahr 2025 war belastend: Der Umsatz sank von 145,6 auf 132,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT fiel um rund 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro, der Nettogewinn halbierte sich nahezu auf 5,33 Milliarden Euro. Als Haupttreiber identifizierte das Management Zollkosten von rund 1,2 Milliarden Dollar, Währungseffekte und den wachsenden Wettbewerb chinesischer Elektrofahrzeughersteller — Chinas Anteil an den weltweiten Pkw-Verkäufen lag 2025 bei fast einem Drittel, die dortigen Absätze brachen jedoch um 19 Prozent ein.
Das Sanierungsprogramm läuft auf mehreren Ebenen: 3,6 Milliarden Euro Einsparungen wurden bereits realisiert, die Fertigungskosten sollen bis 2027 um 10 Prozent pro Fahrzeug sinken. Das Werk in Aguascalientes, Mexiko, soll bis Mai schließen und die Produktion um 100.000 Einheiten reduzieren. Für China strebt Mercedes an, dass bis Mitte 2026 mehr als 80 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge lokal produziert werden. Gleichzeitig plant der Konzern über 40 neue Modelle in drei Jahren — darunter neue CLA- und GLC-Elektromodelle, die effizienter und wettbewerbsfähiger sein sollen als die aktuelle Generation.
Die Aktie notiert aktuell bei 53,79 Euro und damit klar unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 55,68 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 13 Prozent verloren. Am 29. April 2026 legt Mercedes die Q1-Ergebnisse vor — sie werden zeigen, ob die angekündigte Erholung beim EBIT tatsächlich einsetzt oder ob die Schwäche im Elektrosegment tiefer sitzt als erwartet.
Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:
Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








