Sechs abgesagte Kreuzfahrten im Nahen Osten und steigende Kerosinpreise setzen den Touristikkonzern operativ unter Druck. Während die geopolitische Lage Teile des Kreuzfahrtgeschäfts stört, blickt das Management in Hannover zuversichtlich auf die kommenden Monate. Ein robuster Ausblick für den europäischen Sommer soll die aktuellen Ausfälle kompensieren.

Die Eskalation im Nahen Osten zwingt TUI aktuell zu schmerzhaften Einschnitten. Konkret mussten für Ende Februar und Anfang März mehrere Abfahrten der Schiffe Mein Schiff 4 und 5 gestrichen werden. Gleichzeitig treiben Flugumleitungen den Treibstoffverbrauch in die Höhe und verknappen die verfügbaren Slots. Diese Kombination aus fehlenden Einnahmen und steigenden Energiekosten drückt auf die Margen. An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit deutlich wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits rund 22 Prozent an Wert verloren und notiert derzeit bei 6,96 Euro.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?

Fokus auf das europäische Mittelmeer

Um diese Ausfälle abzufedern, verlässt sich der Konzern auf sein breites Sommerprogramm 2026. Besonders das Mittelmeer und Nordeuropa sollen die Kreuzfahrtsparte stabilisieren. Hinzu kommt ein massiv ausgebautes Flugangebot der TUI fly, das sich stark auf Spanien und die griechischen Inseln konzentriert.

Hier greift ein struktureller Vorteil des Unternehmens: Durch die eigene Flotte an Flugzeugen und 18 Kreuzfahrtschiffen kann TUI Kapazitäten intern verschieben und so flexibel auf regionale Nachfrageeinbrüche reagieren. Die vertikale Integration schützt den Konzern davor, als reiner Reisevermittler von externen Anbietern abhängig zu sein.

Analysten bleiben entspannt

Marktbeobachter werten die Situation derzeit als beherrschbar. So bestätigte die Deutsche Bank kürzlich ihr Kursziel von 12 Euro und beließ die Einstufung auf „Buy“. Auf einer jüngsten Roadshow in Paris unterstrich das Management diese Zuversicht und hielt an den im Dezember ausgegebenen Jahreszielen fest. Der Finanzvorstand plant weiterhin mit einem Umsatzplus von zwei bis vier Prozent sowie einem EBIT-Wachstum von sieben bis zehn Prozent für das laufende Geschäftsjahr.

Die tatsächliche Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells steht am 13. Mai 2026 auf dem Prüfstand. An diesem Termin präsentiert TUI die nächsten Quartalszahlen. Der Bericht liefert konkrete Daten zu den aktuellen Buchungsströmen der Hochsaison. Anleger erhalten dann Gewissheit, inwieweit die starke europäische Sommernachfrage die höheren operativen Kosten der Nahost-Ausfälle neutralisiert.

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:

Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...