Mercedes-Benz Aktie: Rabattschlacht belastet
Im US-Markt greift Mercedes-Benz zu drastischen Mitteln, um seine elektrischen Luxusmodelle an die Kundschaft zu bringen. Nachlässe von bis zu 50.000 US-Dollar für den Maybach EQS offenbaren eine erhebliche Nachfrageschwäche im High-End-Segment. Parallel zu diesen operativen Hürden trübt sich das Chartbild der Stuttgarter spürbar ein.
Schwacher Absatz bei Luxus-Stromern
Die Diskrepanz zwischen Verbrennern und Elektroautos zeigt sich im Portfolio besonders deutlich bei der G-Klasse. Während im vergangenen Jahr weltweit rund 9.700 konventionell angetriebene Modelle verkauft wurden, fand die elektrische Variante G 580 lediglich 1.450 Käufer. Um den stockenden Absatz anzukurbeln, verdoppelte der Konzern in den USA nun die Kaufanreize für den E-Geländewagen auf 10.000 US-Dollar. Hohe Batteriekosten drücken in Kombination mit diesen massiven Rabatten auf die Profitabilität des strategisch wichtigen Luxussegments.
Diese fundamentalen Herausforderungen spiegeln sich direkt im Kursverlauf wider. Zum Wochenausklang rutschte das Papier unter die viel beachtete 200-Tage-Linie, was am Markt als technisches Verkaufssignal gewertet wird. Mit einem Schlusskurs von 54,64 Euro am Freitag summiert sich das Minus seit Jahresbeginn mittlerweile auf über elf Prozent.
Das makroökonomische Umfeld bietet dabei wenig Rückenwind. Zwar verteuerten sich Kraftstoffe infolge des Iran-Krieges massiv, was theoretisch den Umstieg auf E-Mobilität fördern sollte. Eine trübe Konsumstimmung und ein Rekordhoch bei Firmeninsolvenzen bremsen jedoch die allgemeine Kaufbereitschaft.
Kostenbremse und neue Kooperationen
Angesichts des Margendrucks justiert das Management die Strategie nach. Bereits Anfang des Jahres stoppte Mercedes-Benz die kostenintensive Entwicklung des autonomen Fahrens auf Level 3 für die S-Klasse zugunsten einfacherer Assistenzsysteme. Zudem verhandelt der Konzern Berichten zufolge mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motor über die Nutzung des Werks im südafrikanischen East London. Solche Kooperationen zielen darauf ab, die globalen Produktionskapazitäten effizienter auszulasten und Fixkosten zu senken.
Die massiven Preisnachlässe im US-Markt verdeutlichen die anhaltenden Schwierigkeiten beim Hochlauf der Elektromobilität. Solange Mercedes-Benz im margenstarken EV-Top-Segment keine Trendwende bei der Nachfrage erzielt, dürfte die Aktie unterhalb des nun gebrochenen 200-Tage-Durchschnitts von 55,63 Euro einen schweren Stand haben.
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