Mercedes-Benz Aktie: Heiße Konkurrenz?
Nach einem herben Gewinneinbruch im abgelaufenen Jahr zieht das Management von Mercedes-Benz die Konsequenzen. Während der harte Preiskampf im wichtigsten Einzelmarkt China tiefe Spuren in der Bilanz für 2025 hinterlassen hat, soll ein ambitioniertes Restrukturierungsprogramm den Premium-Autobauer nun wieder stabilisieren.
Die Zahlen für das vergangene Jahr sprechen eine deutliche Sprache. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) schrumpfte um rund 40 Prozent auf 8,20 Milliarden Euro, der Nettogewinn halbierte sich nahezu auf 5,33 Milliarden Euro. Verantwortlich für den Rückgang waren neben Zollkosten von 1,2 Milliarden US-Dollar vor allem der scharfe Wettbewerb mit heimischen Elektrofahrzeugherstellern in China, wo die Verkäufe um 19 Prozent einbrachen. An der Börse spiegelt sich diese operative Schwäche wider: Mit einem aktuellen Kurs von 54,41 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 12 Prozent. Die Umsatzrendite in der Pkw-Sparte fiel parallel von 8,1 auf 5,0 Prozent.
Gegenmaßnahmen: Kostenschnitt und China-Fokus
Um dem Margendruck zu entkommen, setzt der Stuttgarter Konzern auf harte Einschnitte und eine neue Asien-Strategie. Auf der Kostenseite wurden bereits 3,6 Milliarden Euro eingespart. Bis 2027 sollen die Fertigungskosten pro Fahrzeug um weitere zehn Prozent sinken. Ein konkreter Baustein dafür ist die geplante Schließung des Joint-Venture-Werks im mexikanischen Aguascalientes bis Mai, wodurch rund 100.000 Einheiten aus der Produktion fallen.
Gleichzeitig forciert Mercedes-Benz die Lokalisierung in Asien. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der in China verkauften Autos direkt vor Ort produziert werden, um von einer günstigeren Kostenstruktur zu profitieren. Flankiert wird der Umbau von einer massiven Produktoffensive mit über 40 neuen Modellen innerhalb der nächsten drei Jahre.
Dividendenkürzung und Ausblick
Aktionäre spüren den operativen Gegenwind bei der anstehenden Gewinnausschüttung. Für die Hauptversammlung am 16. April schlägt das Management eine gekürzte Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor, nachdem im Vorjahr noch 4,30 Euro gezahlt wurden. Als stabilisierendes Element dient ein genehmigtes Aktienrückkaufprogramm für 2026 im Volumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro. Die Großaktionäre Beijing Automotive und Geely nehmen proportional an den Rückkäufen teil, um ihre Stimmrechtsanteile strategisch unter der Schwelle von zehn Prozent zu halten.
Für das laufende Jahr gibt sich die Führungsetage wieder zuversichtlicher und peilt ein EBIT deutlich über dem Vorjahresniveau an. Die angestrebte Umsatzrendite im Kerngeschäft liegt dabei zwischen drei und fünf Prozent. Erste konkrete Belege für die Wirksamkeit der Kostensenkungen und der neuen China-Strategie liefern die Quartalszahlen, die der Konzern am 29. April vorlegen wird.
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