Mercedes-Benz Aktie: Paradoxe Stabilität
Der Stuttgarter Premiumhersteller verzeichnet 2025 ein herausforderndes Jahr. Der weltweite Pkw- und Van-Absatz fiel um zehn Prozent auf rund 2,16 Millionen Fahrzeuge. Besonders die Schwäche im chinesischen Markt belastet die Bilanz. Doch die Aktie zeigt sich überraschend robust. Vertrauen die Anleger darauf, dass die strategische Neuausrichtung die aktuellen Probleme überkompensiert?
Absatzrückgang trifft auf starke Nischen
Die Gesamtzahlen wirken zunächst ernüchternd. Der deutliche Rückgang reflektiert vor allem die intensiven Wettbewerbsbedingungen in China, wo lokale Anbieter zunehmend Marktanteile erobern. Die USA hingegen zeigen Widerstandskraft: Hier legten die Pkw-Auslieferungen um ein Prozent zu.
Die wichtigsten Fakten:
- Gesamtabsatz 2025: Minus 10 Prozent auf 2,16 Millionen Fahrzeuge
- Schwachstelle: Deutliche Rückgänge im chinesischen Markt
- Lichtblick USA: Plus 1 Prozent bei Kundenauslieferungen
- Luxussegment: AMG und G-Klasse mit Zuwächsen
- E-Mobilität Q4: Plus 18 Prozent gegenüber Q3 2025
Genau hier zeigt sich die Strategie des Konzerns. Die Luxussegmente rund um AMG und die G-Klasse erweisen sich als konjunkturresistent und können zulegen. Diese Fokussierung auf das Hochpreissegment mindert die Abhängigkeit von Volumenmärkten.
E-Mobilität dreht im Jahresendspurt
Der batterieelektrische Absatz sank zwar über das Gesamtjahr um neun Prozent. Das vierte Quartal zeigt jedoch eine Trendumkehr. Gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnete Mercedes-Benz ein Plus von drei Prozent bei den BEV-Verkäufen. Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 waren es sogar achtzehn Prozent mehr. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die neuen Elektromodelle zunehmend vom Markt angenommen werden.
Charttechnik sendet gemischte Signale
Aus technischer Sicht bewegt sich die Mercedes-Benz Aktie in einem ambivalenten Umfeld. Der RSI von 36,3 deutet auf leichte Überverkauftheit hin. Die Aktie notiert mit 60,37 Euro knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 60,23 Euro, aber deutlich über den längerfristigen Durchschnitten. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 70,10 Euro beträgt allerdings knapp 14 Prozent.
Strategie statt Status quo
Die bemerkenswerte Diskrepanz zwischen schwachen Absatzzahlen und stabiler Kursentwicklung lässt einen Schluss zu: Investoren wetten auf die mittelfristige Transformation. Die Konzentration auf margenstarke Luxusmodelle und die sichtbare Dynamik bei Elektrofahrzeugen gegen Jahresende scheinen schwerer zu wiegen als die aktuellen Absatzsorgen. Der Markt honoriert offenbar nicht den Ist-Zustand, sondern die strategische Positionierung für die kommenden Jahre.
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