Mercedes-Benz schlittert tiefer in die Krise. Der Stuttgarter Premiumhersteller lieferte 2025 neun Prozent weniger Pkw aus als im Vorjahr – und verliert im direkten Duell gegen BMW dramatisch an Boden. Besonders brisant: Beim entscheidenden Zukunftsthema Elektromobilität haben die Münchner fast dreimal so viele Fahrzeuge verkauft.

Die Fakten im Überblick:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mercedes-Benz?

  • Pkw-Auslieferungen: 1,8 Millionen Einheiten (-9%)
  • Elektrofahrzeuge: 168.800 Einheiten (-9%)
  • China-Absatz: 551.900 Einheiten (-19%)
  • BMW E-Autos zum Vergleich: 442.072 Einheiten (+3,6%)

China-Debakel belastet massiv

Im wichtigsten Einzelmarkt China brachen die Verkäufe um 19 Prozent auf 551.900 Fahrzeuge ein. Heimische Wettbewerber wie BYD oder NIO setzen Mercedes zunehmend unter Druck. Der Konzern verliert Marktanteile – und das ausgerechnet dort, wo die Zukunft der Automobilindustrie entschieden wird.

Auch in anderen Segmenten zeigt sich Schwäche: Das Core-Segment (C-Klasse, E-Klasse) verlor zehn Prozent, das Entry-Segment (A-Klasse, B-Klasse) ebenfalls zehn Prozent. Selbst im lukrativen Top-End-Bereich (S-Klasse, Maybach) gingen die Auslieferungen um fünf Prozent zurück.

BMW dominiert bei Elektroautos

Der direkte Vergleich mit BMW offenbart das Kernproblem: Während Mercedes bei E-Autos um neun Prozent einbrach, steigerte BMW den Absatz um 3,6 Prozent. Die Münchner verkauften 442.072 vollelektrische Fahrzeuge – fast das Dreifache von Mercedes. Der Elektroanteil bei den Stuttgartern liegt bei mageren zehn Prozent. BMW erreicht rund 25 Prozent.

Im zukunftsentscheidenden Segment baut der Rivale seinen Vorsprung damit systematisch aus. Die Strategie von CEO Ola Källenius, verstärkt auf Plugin-Hybride zu setzen, scheint nicht aufzugehen.

Lichtblicke reichen nicht aus

Nicht alles läuft schlecht: Mercedes AMG legte um sieben Prozent auf 145.000 Fahrzeuge zu. Die G-Klasse erreichte mit 49.700 Einheiten einen Rekordwert. In den USA stiegen die Auslieferungen trotz Importzöllen leicht, Deutschland blieb mit 213.200 Fahrzeugen stabil.

Doch diese Erfolge können den Gesamttrend nicht kompensieren. Inklusive Vans sanken die weltweiten Verkäufe auf 2,16 Millionen Einheiten – ein Minus von zehn Prozent.

Management setzt auf Produktoffensive

CEO Källenius verwies auf die "größte Produkt- und Technologieoffensive in der Unternehmensgeschichte". Vertriebsvorstand Mathias Geisen betonte die hohe Nachfrage nach dem neuen elektrischen CLA und dem kommenden GLC. Der Auftragsbestand reiche bis in die zweite Jahreshälfte 2026.

Die Aktie steht bei 59,13 Euro und damit 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Am 12. Februar folgen die Geschäftszahlen für 2025. Dann wird sich zeigen, ob die angekündigte Offensive tatsächlich greift – oder ob BMW weiter davonzieht.

Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...