Rheinmetall hat einen wichtigen Schritt vollzogen: Der Konzern hat den militärischen Schiffbau von Lürssen (NVL) übernommen und baut damit sein Profil als domänenübergreifender Rüstungsanbieter deutlich aus. Doch an der Börse zählt jetzt weniger die Ankündigung als die Umsetzung. Kann Rheinmetall die neue Marinesparte schnell in Ergebnisse und neue Aufträge übersetzen?

Übernahme abgeschlossen – neuer Zugriff auf kompletten Schiffbau

Der Deal ist durch: Nach Ankündigung im September 2025 und Vertragsunterzeichnung im Oktober liegen alle kartellrechtlichen Freigaben vor. Der Übergang erfolgte zum 1. März 2026. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben.

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Strategisch ist der Zukauf klar: Rheinmetall kann künftig als Hauptauftragnehmer komplette Kriegsschiffe wie Korvetten und Fregatten liefern – statt „nur“ Systeme und Ausrüstung beizusteuern. Das verschiebt die Rolle im Markt und erweitert die Wertschöpfung.

Neue Division „Naval Systems“ – Werften, Drohnen, F126

Unter dem Dach der neuen Division „Naval Systems“ bündelt Rheinmetall den Überwasserschiffbau. Dazu gehören vier Werften in Norddeutschland: Blohm+Voss und die Norderwerft (Hamburg), die Peene-Werft (Wolgast) sowie die Neue Jadewerft (Wilhelmshaven).

Rund 2.100 Mitarbeiter wechseln in die neue Sparte, geführt vom bisherigen NVL-Chef Tim Wagner. Rheinmetall will die Werften eng mit den Sensorik-Kompetenzzentren in Kiel und Flensburg verzahnen. Ein Schwerpunkt liegt auf unbemannten Systemen: Über ein bestehendes Joint Venture von NVL erhält Rheinmetall Zugang zu Technologien für maritime Überwasserdrohnen.

Operativ wichtig ist zudem das Programm F126: Die neue Sparte übernimmt eine Schlüsselrolle beim Bau der Fregatte F126 für die Bundeswehr – und soll Rheinmetall auch für weitere Vergaben im NATO-Umfeld positionieren.

Ziele, Aufträge, Börsenblick: Zahlen am 11. März

NVL kam 2024 auf rund 1 Mrd. Euro Umsatz. Für das laufende Jahr erwartet Rheinmetall aus dem NVL-Geschäft 1,3 Mrd. Euro Umsatz bei einer operativen Marge (EBIT) von 10%. Bis 2030 stehen 5 Mrd. Euro Umsatz und 15% EBIT-Marge als Ziel.

Für 2026 stellt Rheinmetall Konzernumsätze von 15 bis 16 Mrd. Euro in Aussicht, inklusive 1,3 bis 1,5 Mrd. Euro aus NVL. Bei der Profitabilität nennt das Management für 2026 eine operative Margenspanne von 18 bis 20%. Zudem wurden für die nächsten vier Quartale rund 67 Mrd. Euro an deutschen Bestellungen in Aussicht gestellt, darunter das „Arminius“-Boxer-Paket sowie 12 bis 13 Mrd. Euro potenzielle Marineaufträge. Der projizierte Auftragsbestand zum Jahresende 2026: rund 135 Mrd. Euro.

Am Markt zeigt sich zuletzt eher Konsolidierung nach starkem Lauf: In den vergangenen 30 Tagen ging es um 8,25% abwärts auf 1.589,50 Euro (Schlusskurs gestern), zugleich liegt die Aktie auf 12 Monate gerechnet noch 33,97% im Plus. Auffällig: Der RSI (14 Tage) steht bei 83,7, was die zuletzt hohe Dynamik unterstreicht. Der nächste harte Datenpunkt folgt bereits am 11. März 2026 mit dem Earnings-Report – dann wird auch sichtbar, wie belastbar die Guidance für 2026 ausfällt und welchen Stellenwert NVL im Zahlenwerk tatsächlich einnimmt.

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