Lufthansa Aktie: Marktreaktionen analysiert
Kaum ist der Großstreik vom 12. Februar verdaut, droht bei Lufthansa bereits der nächste Arbeitskampf. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat bei der Tochter CityLine eine Urabstimmung eingeleitet – parallel zur möglichen DAX-Rückkehr und einer strategischen Allianz mit Air India. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Konzern die Tarifkonflikte entschärfen kann.
Urabstimmung läuft bis 26. Februar
Die rund 500 Piloten von Lufthansa CityLine stimmen derzeit über Arbeitskampfmaßnahmen ab. Die Gewerkschaft fordert jährliche Gehaltserhöhungen von 3,3 Prozent für die Jahre 2024 bis 2026. Das Management habe lediglich einen Gehaltsstopp angeboten.
Erreicht die VC die erforderliche Zustimmung von 70 Prozent, könnte sie mit nur 48 Stunden Vorlauf zum Streik aufrufen. Das hätte unmittelbare Folgen für das gesamte Lufthansa-Netzwerk, da CityLine zahlreiche Zubringerflüge zu den Drehkreuzen Frankfurt und München betreibt.
Der Konflikt hat eine strukturelle Komponente: Lufthansa plant, den CityLine-Flugbetrieb im kommenden Jahr einzustellen und auf die neu gegründete Lufthansa City Airlines zu übertragen. Die Gewerkschaft befürchtet eine Aushöhlung bestehender Tarifstandards.
Air-India-Partnerschaft nimmt Gestalt an
Parallel unterzeichneten Lufthansa-CEO Carsten Spohr und Air-India-Chef Campbell Wilson am 17. Februar ein Memorandum of Understanding für ein künftiges Joint Business Agreement. Die Kooperation geht deutlich über die bisherige Codeshare-Partnerschaft hinaus und umfasst koordinierte Streckenplanung, gemeinsame Vertriebs- und Marketingaktivitäten sowie eine bessere Integration der Vielfliegerprogramme.
Einbezogen sind sämtliche Konzernairlines beider Seiten. Aktuell betreiben die Partner Codeshare-Flüge auf 146 Routen in 22 Ländern. Das Abkommen positioniert Lufthansa gegen die wachsende Konkurrenz durch Golf-Carrier wie Emirates und Qatar Airways. Indien ist nach den USA der zweitwichtigste Premium-Langstreckenmarkt für die Lufthansa Group.
DAX-Rückkehr auf der Kippe
Die mögliche Rückkehr in den DAX 40 nach fast sechs Jahren steht auf Messers Schneide. Lufthansa belegt aktuell den 33. Rang in der Selektionsliste – gerade ausreichend für die Fast-Entry-Regel. Der Puffer zur 34. Position beträgt lediglich rund 60 Millionen Euro Streubesitz-Marktkapitalisierung.
Die Deutsche Börse entscheidet am 4. März, die finale Rangliste basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der 20 Handelstage bis zum 27. Februar. Eine Aufnahme würde ETF-Zuflüsse von rund 130 Millionen Euro generieren.
Die Aktie notierte am Freitag bei 9,08 Euro und liegt damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 7,88 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 42 Prozent zu Buche.
Entscheidende Woche steht bevor
Bis zum 27. Februar fällt die Stichtagsberechnung für die DAX-Zusammensetzung, einen Tag zuvor endet die Streikabstimmung bei CityLine. Am 5. März folgen die Geschäftszahlen – einen Tag nach der offiziellen DAX-Entscheidung. Die Tarifkonflikte bleiben der zentrale Unsicherheitsfaktor für die weitere Kursentwicklung.
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