Der langwierige Übernahmeprozess trägt sichtbare Früchte. Mit dem heutigen Tag integriert die Lufthansa ihre italienische Tochter ITA Airways offiziell in die Star Alliance und das hauseigene Vielfliegerprogramm. Für den Konzern ist dies ein entscheidender Hebel, um den lukrativen südeuropäischen Markt neu aufzurollen und Verkehrsströme strategisch umzulenken.

Ab sofort fließen rund vier Millionen bisherige ITA-Volare-Kunden in das Miles-&-More-Ökosystem ein. Damit baut Europas größtes Vielfliegerprogramm seine Basis auf 39 Millionen Mitglieder aus. Gleichzeitig rückt der Flughafen Rom Fiumicino als neues Drehkreuz für Verbindungen nach Afrika und Lateinamerika in den Fokus. Die operative Ausweitung kommt zu einer Zeit, in der das Wertpapier eine Aufmunterung gebrauchen kann. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 7,40 Euro verzeichnet der Titel auf Sicht von 30 Tagen ein Minus von fast 15 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lufthansa?

Finanziell macht sich das Engagement auf der Apenninenhalbinsel bereits bemerkbar. Im vergangenen Jahr steuerte ITA Airways bei einem Eigengewinn von 209 Millionen Euro immerhin 90 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Aktuell hält die Kranich-Airline 41 Prozent der Anteile. Das Management signalisierte allerdings bereits die klare Absicht, diese Position mittelfristig auf 90 Prozent aufzustocken.

Strategische Kapazitätsverschiebung

Parallel zur Stärkung in Italien passt das Management die Flugpläne für den Sommer 2026 an veränderte geopolitische Realitäten an. Kapazitäten, die im Nahen Osten aktuell nicht wirtschaftlich einsetzbar sind, werden gezielt nach Europa und Asien verlagert.

Insgesamt plant der Konzern rund 1.600 zusätzliche Abflüge von den Drehkreuzen Frankfurt und München. Davon profitieren vor allem Urlaubsziele auf der Iberischen Halbinsel, in Griechenland und Italien sowie Verbindungen ins indische Chennai und Delhi.

Das volatile geopolitische Umfeld zwingt den Vorstand weiterhin zu hoher operativer Flexibilität. Um auf kurzfristige Marktschwankungen reagieren zu können, liegen bereits konkrete Szenarien für die Streichung unrentabler Routen oder die vorzeitige Ausmusterung älterer Flugzeuge in der Schublade. Die heutige Vollintegration von ITA in die Star Alliance festigt jedoch zunächst das strukturelle Fundament für das angestrebte Wachstum auf interkontinentalen Strecken über das neue Drehkreuz in Rom.

Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 01. April liefert die Antwort:

Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...