Ausgerechnet vor den Osterferien droht der Lufthansa erneut Ungemach. Während die Einigung mit dem Bodenpersonal Ende März noch als Erfolg galt, stehen nun Piloten und Kabinenpersonal auf Konfrontationskurs — und rund 240.000 Fluggäste am ersten Ferienwochenende könnten die Leidtragenden sein.

Urabstimmung beendet, Streiktermin offen

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Urabstimmung am Freitag abgeschlossen und erwartet ein klares Votum für Arbeitskampfmaßnahmen. Auslöser sind festgefahrene Verhandlungen zum Manteltarif sowie die Weigerung der Lufthansa, bei der Regionaltochter Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Der Hintergrund: Lufthansa plant, den Flugbetrieb der Cityline 2027 einzustellen und durch die neue Gesellschaft Lufthansa City Airlines zu ersetzen — ein Schritt, den die Gewerkschaft als sozialen Kahlschlag wertet.

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Parallel prüft die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit einen neuen Unternehmensvorschlag zu den strittigen Betriebsrenten. Konkrete Streiktermine stehen noch aus, Flugausfälle über Ostern sind aber nicht ausgeschlossen.

Starke Zahlen, schwieriges Umfeld

Finanziell steht der Konzern vergleichsweise solide da. Im Geschäftsjahr 2025 kletterte der operative Gewinn auf zwei Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen. Für 2026 rechnet Lufthansa mit weiterem Umsatz- und Ergebniswachstum, gestützt durch Kapazitätsausbau und Flottenerneuerung. Die vorgeschlagene Dividendenerhöhung auf 0,33 Euro je Aktie unterstreicht das Vertrauen des Managements in den Kurs.

Allerdings notiert die Aktie mit rund 7,37 Euro deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 8,55 Euro — ein Zeichen, dass der Markt die Risiken bereits einpreist. Geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten hatten die Prognose für 2026 ohnehin schon belastet. Interne Arbeitskämpfe kämen zur Unzeit.

Das Ergebnis der Ufo-Urabstimmung und mögliche Streikankündigungen in den kommenden Tagen dürften den nächsten Impuls für die Aktie liefern. Solange konkrete Termine fehlen, bleibt die Lage für Passagiere wie Investoren gleichermaßen unbehaglich.

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