Beim Bodenpersonal ist der Konflikt beigelegt — beim Kabinenpersonal brodelt es weiter. Lufthansa präsentiert sich dieser Tage als Unternehmen in zwei Geschwindigkeiten: operative Unsicherheit trifft auf ein Rekordjahr.

Tariffrieden am Boden, Streikgefahr in der Luft

Ende März einigten sich Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi auf einen neuen Tarifvertrag für rund 20.000 Bodenbeschäftigte. Ein Streik am Boden ist damit vom Tisch.

Beim Kabinenpersonal sieht die Lage anders aus. Die Gewerkschaft UFO hat bei der Kerngesellschaft und der Regionaltochter Cityline jeweils eine Urabstimmung durchgeführt — mit eindeutigem Ergebnis: Bei Lufthansa votierten rund 94 Prozent der Kabinenbeschäftigten für einen Arbeitskampf, bei Cityline knapp 99 Prozent. Konkrete Streiktermine hat die UFO bislang nicht benannt. Dass es in den Osterferien zu Flugausfällen kommen könnte, schließt die Airline selbst nicht aus.

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Zusätzlich belastet die geopolitische Lage das Streckennetz. Wegen des Iran-Kriegs streicht die Lufthansa Group mehrere Nahost-Ziele bis zum 24. Oktober 2026 komplett aus dem Flugplan — darunter Beirut, Teheran, Riad und Abu Dhabi. Die Drehkreuze Dubai und Tel Aviv bleiben für die meisten Konzernairlines mindestens bis Ende Mai 2026 ausgesetzt.

Technik und Konzern liefern stabile Zahlen

Abseits der operativen Unwägbarkeiten liefert die Techniksparte ein starkes Signal. Lufthansa Technik steigerte den Umsatz 2025 um zwölf Prozent auf 8,05 Milliarden Euro — erstmals über der Acht-Milliarden-Marke. Drei Viertel davon stammen bereits von Kunden außerhalb des eigenen Konzerns. Über die nächsten fünf Jahre plant die Sparte Investitionen von mehr als zwei Milliarden Euro in neue und bestehende Standorte weltweit; eine neue Anlage im amerikanischen Tulsa, Oklahoma, wurde zuletzt offiziell eröffnet.

Auch auf Konzernebene stehen die Zahlen für 2025: Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 39,6 Milliarden Euro — ein Rekord in der Unternehmensgeschichte. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) erreichte zwei Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 12. Mai eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vor, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Der nächste Prüfstein für Investoren ist der Quartalsbericht zum ersten Quartal 2026, der für den 6. Mai angesetzt ist — dann wird sich zeigen, wie stark Streckenstreichungen und Arbeitskonflikte das operative Ergebnis bereits belastet haben.

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