Lufthansa Aktie: Hedging als Trumpf
Kerosinpreise auf dem Doppelten ihres Normalwertes, Konkurrenten streichen reihenweise Flüge — und Lufthansa hält die Linie. Der Konzern profitiert gerade spürbar davon, seine Treibstoffkosten für das erste Quartal 2026 zu 82 Prozent abgesichert zu haben.
Brent-Rohöl notiert heute bei knapp 108 US-Dollar pro Barrel, Jet-Fuel hat sich innerhalb weniger Wochen auf rund 197 Dollar verdoppelt. United Airlines warnt vor Mehrkosten in Milliardenhöhe und hat bereits fünf Prozent seines Jahresflugplans gestrichen. SAS, ohne jede Absicherung, musste über 1.000 Flüge für den kommenden Monat annullieren. Lufthansa steht vergleichsweise stabil da — zumindest was die Kostenseite angeht.
Cargo-Expansion trotz Branchenturbulenz
Gleichzeitig hat Lufthansa Cargo zum 29. März seinen Sommerflugplan aktiviert. 87 wöchentliche Frachtverbindungen zu 35 Zielen stehen auf dem Programm, der Schwerpunkt liegt auf Asien mit bis zu 48 Flügen pro Woche zu 17 Destinationen. Ab Mai kommt eine neue wöchentliche Verbindung nach Delhi hinzu, die Kapazitäten nach Toronto wurden aufgestockt. Die Flotte umfasst 18 Boeing 777F und vier Airbus A321F, ergänzt durch Beiladekapazitäten von bis zu 7.500 wöchentlichen Passagierflügen der gesamten Gruppe.
Operative Störfeuer aus Spanien
Auf der operativen Seite gibt es Reibungspunkte. Seit heute streikt der Bodenabfertiger Groundforce an 13 spanischen Flughäfen, darunter Madrid und Barcelona. Die Arbeitsniederlegungen finden montags, mittwochs und freitags in festen Zeitfenstern statt und betreffen auch Lufthansa-Flüge. Verspätungen und vereinzelte Ausfälle sind zu erwarten, auch wenn Mindestdienstleistungen behördlich vorgeschrieben wurden.
Hinzu kommt eine administrative Änderung: Die Kreditkartenkooperation mit der DKB im Miles-&-More-Programm endet zum 30. April. Bestehende Karten werden gekündigt, als neuer Partner tritt die Deutsche Bank ein.
Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 20 Prozent verloren und notiert deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 8,52 Euro. Solange der Ölpreis auf erhöhtem Niveau bleibt, dürfte die Hedging-Quote der entscheidende Puffer sein — sie läuft jedoch nur bis Ende des ersten Quartals.
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