Lufthansa hat sein Treibstoff-Hedging vorübergehend gestoppt — ein ungewöhnlicher Schritt, der das Unternehmen kurzfristig deutlich anfälliger für Schwankungen an den Ölmärkten macht. Gleichzeitig senkte UBS-Analyst Jarrod Castle das Kursziel leicht auf 9,40 Euro, hält aber an seiner Kaufempfehlung fest. Ein widersprüchliches Bild, das den aktuellen Zustand der Aktie gut beschreibt.

Treibstoff-Risiko als Strategie

Das ausgesetzte Hedging ist die auffälligste Meldung. Normalerweise sichert sich Lufthansa gegen starke Kerosinpreisschwankungen ab. Nun ist der Konzern direkt den Spotmarktpreisen ausgesetzt — mit allen Risiken, die der eskalierte Iran-Konflikt und mögliche Blockaden der Straße von Hormus mit sich bringen.

Der Schritt hat jedoch eine gewisse Logik: Bei extrem volatilen Energiepreisen kann ein festes Hedging teuer werden. Lufthansa signalisiert damit Flexibilität in der Liquiditätssteuerung — und wettet implizit auf eine baldige Entspannung der Marktlage.

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Solide Basis, hohe Investitionen

Fundamental steht der Konzern nicht schlecht da. Das bereinigte EBIT für 2025 lag bei rund 2 Milliarden Euro, ein Plus von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 plant das Management ein Kapazitätswachstum von vier Prozent.

Der Investitionsschwerpunkt liegt auf der Flottenmodernisierung: Boeing 787 und Airbus A350 sollen den Anteil neuer Langstreckenjets bis Ende 2026 auf 30 Prozent heben. Die Netto-Investitionen erreichen dabei mit 2,9 Milliarden Euro ihren Spitzenwert — was kurzfristig den Cashflow belastet, langfristig aber Treibstoff- und Wartungskosten senken soll.

Dividende und Kursniveau

Für Aktionäre gibt es einen konkreten Termin: Am 12. Mai 2026 entscheidet die Hauptversammlung über eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie — zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Gemessen am aktuellen Kurs von 7,37 Euro entspricht das einer Rendite von rund 4,5 Prozent.

Die Aktie notiert damit rund 22 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und deutlich unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 8,55 Euro. UBS sieht mit dem Kursziel von 9,40 Euro noch erhebliches Erholungspotenzial — sofern die Energiepreise nicht weiter eskalieren.

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