Lindt & Sprüngli Aktie: Mehr Unsicherheit!
Schokolade gegen Abnehmspritze – dieser ungleiche Zweikampf erreicht nun die Analystenbüros. Die Privatbank Berenberg warnt vor einem strukturellen Wandel im Konsumverhalten, der das bisherige Erfolgsrezept von Lindt & Sprüngli gefährden könnte. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist der Premium-Status der Marke stark genug, um den Trend zur Kalorienreduktion auszugleichen?
Abnehmspritzen belasten Absatzchancen
Analyst Matthew Abraham hat die Aktie am Freitag von „Hold“ auf „Sell“ herabstufte. Das neue Kursziel liegt mit 108.770 Schweizer Franken deutlich unter dem vorherigen Wert von 114.490 Franken. Auslöser für diesen Pessimismus ist der Siegeszug von GLP-1-Präparaten wie Wegovy. Da diese Medikamente den Appetit auf kalorienreiche Snacks spürbar bremsen, erwartet Berenberg sinkende Absatzvolumina bei reinen Genussmittelherstellern.
Die Marktdynamik im Pharmasektor verschärft die Situation zusätzlich. Marktführer Novo Nordisk halbierte zuletzt den US-Listenpreis für Wegovy, während Konkurrent Eli Lilly mit starken Studiendaten für neue Wirkstoffe nachzieht. Durch die bessere Verfügbarkeit und Wirksamkeit dieser Mittel wandelt sich der Gegenwind für die Süßwarenbranche laut der Studie von einem vorübergehenden Phänomen zu einer strukturellen Belastung.
Branche im Umbruch
Innerhalb der Lebensmittelbranche zeigt sich eine deutliche Zweiteilung. Während Genussmittelproduzenten wie Lindt & Sprüngli oder Barry Callebaut als besonders verwundbar gelten, sieht die Analyse Anbieter von Basisnahrungsmitteln oder speziellen Inhaltsstoffen im Vorteil. Unternehmen wie Danone oder der Duftstoffhersteller Givaudan können die Veränderungen durch die Abnehmmittel besser abfedern, da sie weniger von impulsgesteuerten Snack-Käufen abhängig sind.
Die Aktie reagierte bereits zum Wochenausklang auf die negative Einschätzung. Mit einem Rückgang von 1,64 Prozent ging das Papier bei 13.810,00 Euro aus dem Handel. Damit vergrößert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das im Juni vergangenen Jahres bei 14.520,00 Euro markiert wurde.
Obwohl die Aktie seit Jahresbeginn noch ein Plus von rund zehn Prozent vorweist, trübt sich das fundamentale Bild ein. Ein wichtiger Indikator für die kommenden Monate wird die Volumendynamik in den nächsten Geschäftsberichten sein. Solange der Relative-Stärke-Index (RSI) mit 68,7 noch nahe der überkauften Zone notiert, bleibt der Spielraum für eine schnelle charttechnische Erholung begrenzt. Zudem notiert der Kurs aktuell knapp 10 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, was die Gefahr einer weiteren Korrektur bei ausbleibenden positiven Impulsen erhöht.
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