Lindt & Sprüngli Aktie: Rechtsstreit in Paris
Ein Werbespot aus den Jahren 2018 und 2019 kommt Lindt & Sprüngli nun teuer zu stehen. Trotz einer Verurteilung zu Schadenersatz in Paris zeigt sich der Aktienkurs am Donnerstag jedoch unbeeindruckt. Warum wertet der Markt das juristische Nachspiel an der Seine eher als Randnotiz?
Teure Beleuchtung auf den Champs-Élysées
Das Pariser Berufungsgericht verurteilte den Konzern zur Zahlung von 500.000 Euro an das Comité Champs-Élysées. Der Vorwurf lautet auf Urheberrechtsverletzung durch die unbefugte Nutzung der markanten Weihnachtsbeleuchtung der Avenue in TV-Werbefilmen. Das Komitee argumentierte erfolgreich, dass die Lichtinstallationen auf hohen Investitionen basieren und eine Lizenzierung für kommerzielle Zwecke zwingend erforderlich sei. Allein für die Saison 2018 flossen laut dem Komitee über 1,5 Millionen Euro in die Illumination der Prachtstraße.
Lindt weist die Vorwürfe des unlauteren Wettbewerbs und eines „parasitären Verhaltens“ entschieden zurück. Das Unternehmen betont, den Namen „Champs-Élysées“ bereits vor Jahrzehnten für eine eigene Schokoladenlinie registriert zu haben. Das Gericht sah darin jedoch keinen Freifahrtschein für die Nutzung der visuellen Urheberrechte des Komitees. In der Urteilsbegründung hieß es, der Konzern habe versucht, ungerechtfertigt von den Investitionen und dem Image der Pariser Institution zu profitieren.
Anleger reagieren gelassen
An der Börse sorgt die Meldung für keinerlei Verkaufsdruck. Die Aktie legte heute um 2,06 % zu und notiert bei 13.900,00 Euro. Mit einem Kursplus von fast 17 % innerhalb der letzten 30 Tage setzt der Titel seinen kurzfristigen Aufwärtstrend ungeachtet der juristischen Differenzen fort. Die verhängte Strafe wird vom Markt angesichts der Unternehmensgröße offensichtlich als vernachlässigbar eingestuft.
Aktuell notiert das Papier nur noch etwa 4,3 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 14.520,00 Euro. Auch der deutliche Abstand von rund 12 % zum 50-Tage-Durchschnitt unterstreicht die aktuelle Stärke des Titels. Die juristische Auseinandersetzung in Frankreich scheint für die fundamentale Bewertung des Konzerns kaum ins Gewicht zu fallen.
Entscheidend für den weiteren Kursverlauf bleibt, ob die Aktie ihren Schwung beibehält, um das Rekordhoch aus dem Juni 2025 erneut zu testen. Ein RSI-Wert von 68,7 signalisiert jedoch, dass der Titel sich langsam einer überkauften Zone nähert, was das Potenzial für unmittelbare weitere Sprünge begrenzen könnte.
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