Der italienische Rüstungskonzern Leonardo meldet zum Monatsende wichtige operative Fortschritte, die über bloße Absichtserklärungen hinausgehen. Von der physischen Auslieferung moderner Schützenpanzer an das italienische Heer bis hin zu Hightech-Aufträgen im US-Weltraumsektor zeigt das Unternehmen Präsenz in entscheidenden Wachstumsfeldern. Während jüngste Fusionsgerüchte dementiert wurden, liegt der Fokus der Anleger nun auf der konkreten Umsetzung der gefüllten Auftragsbücher.

Startschuss für die Heeres-Modernisierung

Am Dienstag, dem 27. Januar 2026, erreichte das Joint Venture Leonardo Rheinmetall Military Vehicles (LRMV) einen entscheidenden Punkt: Die ersten vier Schützenpanzer vom Typ Lynx KF-41 wurden offiziell an die italienische Armee übergeben. Die Zeremonie im Experimentierzentrum Montelibretti markiert den faktischen Start des sogenannten Army Armoured Combat Systems (A2CS) Programms.

Hinter dieser ersten Tranche steckt eine weitreichende Perspektive. Das Programm zielt auf eine umfassende Modernisierung der schweren italienischen Streitkräfte ab und könnte langfristig rund 1.050 Fahrzeuge in verschiedenen Konfigurationen umfassen. Während die ersten Einheiten noch mit Türmen von Rheinmetall ausgestattet sind, ist für die Folgeaufträge die Integration des Leonardo-eigenen Hitfist-30mm-Turms geplant. Dies sichert dem Konzern eine tiefere industrielle Wertschöpfung im Inland.

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Technologie für Weltraum und Luftfahrt

Parallel dazu baut Leonardo seine Position im strategisch wichtigen US-Markt aus. Die US-Tochter Leonardo DRS erhielt einen Unterauftrag zur Lieferung fortschrittlicher Infrarot-Nutzlasten für die Space Development Agency (SDA). Diese Systeme sind Teil der "Tracking Layer Tranche 3" und dienen dazu, ballistische und hypersonische Raketenbedrohungen aus dem Weltraum zu erkennen und zu verfolgen.

Auch im europäischen Kerngeschäft gab es Zuwachs. Bereits am 22. Januar sicherte sich das Unternehmen gemeinsam mit BAE Systems einen Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums im Wert von 453,5 Millionen Pfund. Gegenstand ist die Produktion von ECRS Mk2 Radaren für die Typhoon-Kampfjetflotte, was die Auslastung der Leonardo-Standorte in Edinburgh und Luton stützt.

Marktstimmung und technische Lage

Diese operativen Erfolge fallen in eine volatile Handelswoche. Nachdem Leonardo-Chairman Stefano Pontecorvo Spekulationen über eine mögliche Fusion mit Fincantieri als "Scherz" abgetan und damit M&A-Fantasien eine Absage erteilt hatte, beruhigte sich die Lage etwas.

Technisch zeigte die Aktie zum Wochenausklang Stärke und notierte am Freitag bei 56,26 Euro. Marktbeobachter werten insbesondere den Sprung über den 50-Tage-Durchschnitt als positives Signal in einem ansonsten schwankungsanfälligen Umfeld. Mit dem offiziellen Start des A2CS-Programms und den Erfolgen im US-Markt untermauert Leonardo seine breite Aufstellung. Der Blick richtet sich nun darauf, wie effizient das Unternehmen diese Großprojekte in den kommenden Quartalen skalieren kann.

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