Leonardo Aktie: Milliardenplan beflügelt
Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat mit seinem neuen Industrieplan bis 2030 die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen. Neben Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr rückt vor allem ein neuartiges Luftverteidigungssystem in den Fokus, das bereits in Kürze in der Ukraine getestet werden soll. Diese Kombination aus starkem operativem Geschäft und ehrgeizigen Wachstumszielen trieb das Papier auf ein neues Allzeithoch.
Die Basis für die starke Marktreaktion bilden die Geschäftszahlen für 2025. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg der Auftragseingänge auf 23,8 Milliarden Euro und konnte den Umsatz um elf Prozent auf 19,5 Milliarden Euro steigern. Gleichzeitig reduzierte Leonardo die Nettoverschuldung drastisch um 44 Prozent auf nur noch eine Milliarde Euro. Aktionäre sollen an dieser Entwicklung mit einer Dividende von 0,63 Euro je Anteilsschein beteiligt werden.
Das Projekt "Michelangelo"
Im Zentrum der neuen Strategie steht das Luft- und Raketenabwehrsystem "Michelangelo Dome". Die Plattform nutzt künstliche Intelligenz und Cloud-Technologien, um komplexe Bedrohungen aus der Luft, dem Weltraum oder dem Cyberraum abzuwehren. Konzernchef Roberto Cingolani kündigte an, dass erste Komponenten noch in diesem Jahr in der Ukraine getestet werden sollen, bevor 2027 offizielle NATO-Tests anstehen. Leonardo rechnet durch dieses System im nächsten Jahrzehnt mit neuen Geschäftsmöglichkeiten in Höhe von 21 Milliarden Euro.
Um diese Nachfrage zu bedienen, plant der Konzern eine massive Ausweitung der Kapazitäten. Bis 2030 sollen die jährlichen Umsätze auf 30 Milliarden Euro anwachsen. Dafür will das Unternehmen in den kommenden Jahren rund 28.000 neue Mitarbeiter einstellen, vorrangig im Technologie- und Ingenieursbereich.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die britische Investmentbank Barclays reagierte umgehend auf die strategische Neuausrichtung. Die Analysten stuften den Titel auf "Overweight" hoch und hoben das Kursziel deutlich von 53 auf 68 Euro an. Als Hauptgrund nannten die Experten neben der starken Ertragsdynamik eine mögliche Umstrukturierung der margenschwachen Flugzeugstruktur-Sparte. Eine Abspaltung oder Partnerschaft in diesem Bereich könnte in der ersten Hälfte des Jahres 2026 erfolgen und die Profitabilität des Gesamtkonzerns weiter verbessern.
Diese positiven Aussichten spiegeln sich deutlich im Kursverlauf wider. Mit einem aktuellen Niveau von 63,58 Euro notiert das Papier nur denkbar knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein starkes Plus von über 24 Prozent.
Mit dem neuen Industrieplan positioniert sich Leonardo als zentraler Akteur bei der europäischen Aufrüstung. Der geplante Einsatz des Michelangelo-Systems in der Ukraine bis Ende 2026 markiert dabei den nächsten konkreten Meilenstein für die technologische Neuausrichtung des Konzerns.
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