Noch in diesem Jahr soll Leonardos neues Luftverteidigungssystem „Michelangelo" erstmals unter realen Bedingungen getestet werden — in der Ukraine. CEO Roberto Cingolani kündigte am 12. März an, dass der erste Systembestandteil bereits für die Ukraine gebaut wird. Ein Echtzeit-Kriegsgebiet als Testumgebung: mutiger Schritt und kalkuliertes Marketingargument zugleich.

Was hinter dem „Sicherheitsdom" steckt

Michelangelo ist als mehrschichtige, KI-gestützte Luftverteidigungsarchitektur konzipiert, die Sensoren, Abfangsysteme und Kommandostrukturen zu einem einheitlichen Netzwerk verbindet. Das Ziel: eine „Todeszone" von 10 bis 15 Kilometern Tiefe, die Bedrohungen von Drohnenschwärmen bis hin zu Hyperschallraketen neutralisieren soll. Das sogenannte MC5-Modul koordiniert dabei alle Informationen — auch von Systemen Dritter.

Nach den Ukraine-Tests sind NATO-Übungen für 2027 geplant, darunter Tests gegen ballistische Raketen sowie eine integrierte Kommando- und Kontrollübung. Bis 2028 und 2029 sollen zwei Startfenster für die Guardian-Satellitenkonstellation die Weltraumkomponente ergänzen. Die vollständige NATO- und EU-Integration ist für 2030 angepeilt.

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Milliardenpotenzial und ambitionierte Finanzziele

Das kommerzielle Kalkül hinter Michelangelo ist erheblich. Leonardo beziffert das Marktpotenzial des Systems auf 21 Milliarden Euro im kommenden Jahrzehnt — sechs Milliarden bis 2030, weitere 15 Milliarden bis 2035. Mehr als 20 Länder haben das System bereits evaluiert.

Diese Perspektive stützt Leonardos überarbeiteten Industrieplan: Bis 2030 soll der Umsatz von zuletzt 19,5 Milliarden Euro auf 30 Milliarden Euro steigen — ein Plus von rund 50 Prozent. Die jährlichen Auftragseinnahmen sollen von 23,8 Milliarden auf 32 Milliarden Euro klettern. Für 2026 erwartet das Unternehmen Neuaufträge von 25 Milliarden und Erlöse von 21 Milliarden Euro.

Analysten ziehen nach

Die aktualisierten Ziele haben Reaktionen auf Analystenebene ausgelöst. Citi erhöhte das Kursziel am heutigen Mittwoch von 60 auf 69 Euro. Goldman Sachs zog das Ziel ebenfalls von 55 auf 63 Euro an, behält jedoch die Einstufung „Neutral" bei.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 64 Euro und damit nur knapp unter ihrem jüngsten Allzeithoch von 64,44 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits rund 26 Prozent zugelegt — der Markt preist die Wachstumsstory offensichtlich bereits ein. Ob Michelangelo in der Ukraine liefert, was Leonardo verspricht, wird spätestens die NATO-Evaluation 2027 zeigen.

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