Leonardo Aktie: Rückenwind vor Strategie-Update
Der italienische Rüstungskonzern Leonardo steht vor entscheidenden Tagen. Kurz vor der Präsentation des neuen Industrieplans am Donnerstag überschlagen sich die positiven Analystenstimmen. Kann das Unternehmen nach einem starken Geschäftsjahr 2025 die hohen Markterwartungen mit seiner neuen strategischen Ausrichtung erfüllen?
Barclays sieht deutliches Potenzial
Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Leonardo auf "Overweight" angehoben und das Kursziel kräftig von 53 auf 68 Euro nach oben geschraubt. Ein zentraler Treiber für diesen Optimismus ist die konzerneigene Sparte für Flugzeugstrukturen (Aerostructures). Dieser Bereich belastete in der Vergangenheit häufig die Margen. Analysten erwarten nun, dass eine mögliche Partnerschaft oder ein vollständiger Verkauf im ersten Halbjahr 2026 das Geschäftsmodell deutlich bereinigen und überschüssiges Kapital freisetzen könnte.
Zusätzlich geht die Bank davon aus, dass Leonardo seinen freien Cashflow bis zum Jahr 2030 auf etwa 2,05 Milliarden Euro verdoppeln kann. Durch die Umstrukturierungen und eine stärkere Nachfrage aus den USA sowie Europa gehen die Schätzungen von einer mittelfristigen operativen Marge (EBITA) von fast 12 Prozent aus.
Starkes Fundament treibt den Kurs
Die Basis für das aktuelle Momentum lieferten die Ende Februar präsentierten Jahreszahlen für 2025, die die eigenen Prognosen übertrafen. Der Auftragseingang kletterte um 14,5 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro, während die Nettoverschuldung um beachtliche 44 Prozent auf 1,0 Milliarde Euro gedrückt wurde. Besonders die Sparte für Cybersicherheit glänzte mit einem Umsatzplus von 63 Prozent.
Diese operative Stärke spiegelt sich deutlich an der Börse wider. Mit einem aktuellen Kurs von 62,48 Euro notiert das Papier nur denkbar knapp unter seinem gestern erreichten 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein starkes Plus von über 22 Prozent. Trotz dieser Rallye wird die Aktie laut Barclays im Branchenvergleich noch mit einem Bewertungsabschlag von rund 14 Prozent gehandelt.
Es gibt jedoch auch skeptischere Stimmen am Markt. Die Deutsche Bank stufte den Titel kürzlich auf "Hold" ab, da ihre Analysten das kurzfristige Aufwärtspotenzial im bestehenden operativen Rahmen für weitgehend ausgereizt halten.
Blick auf den neuen Industrieplan
Bereits am morgigen Mittwoch kommt der Verwaltungsrat zusammen, um den Jahresbericht abzusegnen, bevor am Donnerstag, den 12. März, der mit Spannung erwartete Industrieplan sowie die Prognose für 2026 vorgestellt werden. Marktbeobachter werten die aktuelle Entwicklung als Wendepunkt in der mehrjährigen Strategie des Konzerns hin zu integrierten Technologiesystemen. Die konkreten Zielvorgaben für 2026 und eventuelle Details zur Ausgliederung der margenschwachen Sparten werden nun ausschlaggebend dafür sein, ob die Analysten ihre angehobenen Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre aufrechterhalten.
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