Kraft Heinz Aktie: Milliarden-Abschreibung
Die Probleme bei Kraft Heinz verschärfen sich. Eine massive Wertberichtigung von rund 9,3 Milliarden US-Dollar beschädigt das Vertrauen in die Substanz des Markenportfolios erheblich. Während der neue CEO Steve Cahillane die geplante Aufspaltung des Konzerns vorbereitet, reagieren Analysten mit deutlichen Kurszielsenkungen auf die angespannte Lage.
Fundamentale Belastungsfaktoren
Der aktuelle Verkaufsdruck ist keine bloße Marktlaune, sondern resultiert aus konkreten, fundamentalen Schwierigkeiten. Im Zentrum steht die außerordentliche Abschreibung in Höhe von knapp 9,3 Milliarden US-Dollar. Dieser Schritt ist ein schwerer Schlag für die Bewertung der Unternehmenssubstanz und verdeutlicht, dass der Wert der Marken im aktuellen Umfeld neu taxiert werden muss.
Zusätzlich sorgt die strategische Zukunft für Verunsicherung. Die geplante Aufspaltung des Konzerns in zwei unabhängige Unternehmen, die für die zweite Jahreshälfte 2026 angesetzt ist, wird von Anlegern kritisch beäugt. Es herrscht Unklarheit darüber, ob dieser Schritt tatsächlich den erhofften Mehrwert freisetzen kann oder weitere Risiken birgt.
Analysten reagieren skeptisch
Die Kombination aus Abschreibungen und charttechnischer Schwäche zwingt die großen Investmenthäuser zum Handeln. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele in den letzten 24 Stunden nach unten korrigiert und signalisieren damit wenig kurzfristiges Aufwärtspotenzial:
- Stifel senkte das Kursziel auf 26,00 US-Dollar ("Hold").
- Piper Sandler sieht den fairen Wert nun bei 27,00 US-Dollar ("Neutral").
- Goldman Sachs taxiert die Aktie ebenfalls auf 27,00 US-Dollar.
Der Konsens "Halten" oder "Reduzieren" unterstreicht die defensive Haltung der institutionellen Investoren. Mit einem RSI von 27,6 signalisiert der Chart zwar eine kurzfristig überverkaufte Situation, doch der Abwärtstrend von über 18 Prozent auf Jahressicht wiegt schwer.
Führungswechsel und Dividendenrendite
In diesem schwierigen Umfeld hat Steve Cahillane am 1. Januar 2026 den Posten des CEO übernommen. Er steht vor der enormen Herausforderung, das operative Geschäft zu stabilisieren, bevor die Aufspaltung vollzogen wird.
Für manche Anleger bleibt die Dividende das zentrale Argument für ein Engagement. Kraft Heinz zahlt aktuell eine Quartalsdividende von 0,40 US-Dollar, was annualisiert 1,60 US-Dollar entspricht. Dies resultiert beim derzeitigen Kursniveau in einer rechnerischen Dividendenrendite von etwa 6,7 Prozent. Allerdings wirft die durch die Abschreibungen ins Negative gerutschte Ausschüttungsquote Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeit dieser Zahlungen auf.
Investoren blicken nun auf eine Aktie, die zwar optisch günstig bewertet scheint, aber erhebliche strukturelle Risiken birgt. Die kommenden Quartale müssen zeigen, ob die neue Führung den Werteverfall stoppen und die Aufspaltung erfolgreich vorbereiten kann.
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