Der Lebensmittelriese Kraft Heinz kämpft seit geraumer Zeit mit schwindenden Absatzmengen im wichtigen Heimatmarkt. Nun präsentierte CEO Steve Cahillane auf der CAGNY-Konferenz einen detaillierten Plan, um das Ruder herumzureißen. Statt einer komplexen Aufspaltung setzt der Konzern vorerst auf massive Investitionen und eine neue Führung für das Nordamerika-Geschäft.

Der 600-Millionen-Plan

Im Zentrum der Präsentation stand eine klare Strategie: Was international bereits funktioniert, soll nun auch den US-Markt retten. Cahillane verwies auf Erfolge in Kanada und Großbritannien, wo vereinfachte Strukturen und gezieltes Marketing das Wachstum wieder ankurbelten. Um dieses Modell auf das schwächelnde US-Geschäft zu übertragen, welches immerhin 67 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, nimmt das Unternehmen rund 600 Millionen Dollar in die Hand. Das Geld fließt primär in Marketing, Vertrieb, Forschung und Produktverbesserungen.

Absage an die Aufspaltung

Die ursprünglich diskutierte Aufspaltung des Konzerns ist vorerst vom Tisch. Cahillane betonte, dass die operative Sanierung absolute Priorität hat. Eine Unternehmenstrennung parallel zum fundamentalen Umbau durchzuführen, bezeichnete er als „sehr schwierig, wenn nicht unmöglich“. Durch das Pausieren der Pläne spart Kraft Heinz im Jahr 2026 voraussichtlich 300 Millionen Dollar an Trennungskosten, die nun in das operative Geschäft fließen können.

Neues Personal für Nordamerika

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Um die Strategie konsequent umzusetzen, baut der Konzern auch die Führungsebene um. Nicolas Amaya übernimmt ab dem 23. Februar die Verantwortung als Präsident für Nordamerika. Der Manager bringt Führungserfahrung von Kellanova und Kellogg mit und soll nun den wichtigsten Markt des Unternehmens stabilisieren. Sein Vorgänger Pedro Navio scheidet aus, bleibt aber für eine kurze Übergangsphase beratend tätig.

Analysten bleiben skeptisch

Die Wall Street reagiert bisher verhalten auf die Ankündigungen. Mehrere Analysehäuser, darunter JPMorgan und Evercore ISI, senkten ihre Kursziele und verwiesen auf die langanhaltenden Volumenrückgänge in den USA. Auch der Aktienkurs spiegelt diese Zurückhaltung wider: Mit einem Schlusskurs von 20,71 Euro am Freitag notiert das Papier mit einem Abstand von über 30 Prozent deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch.

Das Jahr 2026 definiert sich für Kraft Heinz somit als Übergangsjahr. Mit den eingesparten Kosten der abgesagten Aufspaltung und frischem Kapital für das operative Geschäft muss Cahillane nun beweisen, dass seine Wachstumsformel auch auf dem harten US-Markt greift.

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