Kraft Heinz Aktie: Umbau nimmt Fahrt auf
Der neue CEO Steve Cahillane verliert keine Zeit bei der Neuausrichtung des Lebensmittelriesen. Nur kurz nachdem die Pläne zur Konzernaufspaltung gestoppt wurden, installiert Cahillane einen vertrauten Manager an der Spitze des entscheidenden Nordamerika-Geschäfts. Mit Nicolas Amaya soll nun die operative Wende gelingen, unterstützt durch ein massives Investitionspaket zur Wiederbelebung der angestaubten Marken.
Vertraute Gesichter an der Spitze
Ab dem 23. Februar 2026 übernimmt Nicolas Amaya die Verantwortung für Strategie und operatives Geschäft in Nordamerika. Er folgt auf Pedro Navio, der das Unternehmen nach acht Jahren verlässt. Diese Personalrochade trägt klar die Handschrift von Konzernchef Cahillane: Er rekrutiert Amaya von seinem früheren Arbeitgeber Kellanova (ehemals Kellogg). Dort leitete Amaya bereits erfolgreich das Nordamerika-Geschäft. Cahillane setzt damit auf ein eingespieltes Team, um die dringend benötigte "kommerzielle Strenge" und operative Exzellenz zurückzubringen.
Strategiewechsel statt Aufspaltung
Die Neubesetzung ist Teil einer größeren Strategiekorrektur. Anstatt den Konzern aufzuspalten, will das Management die Probleme im Kerngeschäft lösen. Um Kunden zurückzugewinnen, die zu Wettbewerbern wie General Mills oder Nestlé abgewandert sind, investiert Kraft Heinz 600 Millionen Dollar. Diese Mittel fließen gezielt in Marketing und Produktverbesserungen.
Der Handlungsdruck ist dabei enorm, denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im vierten Quartal 2025 sanken die organischen Umsätze um 4,2 Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar. Auch für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen weiteren Umsatzrückgang zwischen 1,5 und 3,5 Prozent. Die Aktie spiegelt diese Skepsis wider und notiert auf Jahressicht fast 29 Prozent im Minus bei aktuell gut 20 Euro.
Gewinnschätzungen geschlagen
Trotz der Umsatzschwäche gibt es Lichtblicke bei der Profitabilität. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im letzten Quartal mit 0,67 Dollar über den Erwartungen der Analysten (0,61 Dollar). Zudem hält das Management trotz des schwierigen Umfelds an der Quartalsdividende von 0,40 Dollar fest, was Anlegern zumindest eine konstante Ausschüttung sichert.
Mit der Installation von Amaya als Nordamerika-Chef liegt der Fokus nun voll auf der Exekution der neuen Strategie. Nach den Erläuterungen auf der gestrigen CAGNY-Konferenz müssen Cahillane und sein neues Führungsteam in den kommenden Quartalen beweisen, ob die 600-Millionen-Dollar-Spritze ausreicht, um die erhoffte Trendwende bei den Absatzzahlen tatsächlich zu realisieren.
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