Kraft Heinz Aktie: Abspaltung im Fokus
Kraft Heinz steuert auf die nächsten Quartalszahlen zu – und diesmal geht es für viele Anleger weniger um die Vergangenheit als um das, was 2026 bringen soll. Denn neben der operativen Entwicklung überstrahlt vor allem ein Thema alles: die geplante Aufspaltung in zwei Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte. Kann der Konzern damit wieder mehr Dynamik in die Story bringen?
Analysten bleiben vorsichtig
Nach Einschätzung von UBS sind die Erwartungen vor den Q4-Zahlen eher gedämpft. Analyst Peter Grom bestätigte am Dienstag sein „Hold“-Votum und setzte das Kursziel auf 24,00 US-Dollar. Sein Kernpunkt: Das Mengenwachstum dürfte im vierten Quartal schwach ausfallen, weil die Nachfrage der Verbraucher nachlässt.
Gleichzeitig hat sich der Blick vieler Marktteilnehmer laut UBS bereits nach vorn verschoben – weg von einzelnen Quartalen, hin zum Ausblick für das Gesamtjahr 2026. Die Bewertung gilt mit rund dem 9,5-Fachen des erwarteten Gewinns der nächsten zwölf Monate als vergleichsweise niedrig, was aus Sicht der Bank die Abwärtsrisiken begrenzen könnte. Für eine Neubewertung nach oben braucht es aber wohl sichtbar stabilere Nachfrage. Ohne klare Erholung bei den Absatzmengen bleibt das Aufwärtspotenzial aus Analystensicht begrenzt.
Abspaltung und Dividende als Haltefaktoren
Operativ zählt jedes Prozentpunktchen Volumen – strategisch geht es um deutlich mehr. Kraft Heinz hatte im September 2025 angekündigt, den Konzern in der zweiten Hälfte 2026 in zwei eigenständig börsennotierte Unternehmen zu teilen: „Global Taste Elevation Co.“ und „North American Grocery Co.“ Ziel ist ein schärferer Fokus je Sparte.
Für einkommensorientierte Anleger bleibt zudem die Dividende ein zentrales Argument. Mit einer Rendite von rund 6,75% gehört Kraft Heinz zu den höher rentierenden Titeln im Nasdaq 100. Marktbeobachter sehen die hohe Ausschüttung als eine Art Puffer, gerade weil der Kurs zuletzt Mühe hatte, eine klare Richtung zu finden.
Institutionelle Käufe – aber Berkshire als Unsicherheitsfaktor
Auf der Eigentümerseite zeigt sich weiter Bewegung: Aus aktuellen 13F-Meldungen geht hervor, dass Peak Retirement Planning Inc. im dritten Quartal 2025 eine neue Position im Wert von rund 1,66 Mio. US-Dollar aufgebaut hat. Auch Woodline Partners und Mirae Asset stockten ihre Anteile auf.
Gedämpft wird die Stimmung allerdings durch die Unsicherheit rund um Berkshire Hathaway. Berichte von Ende Januar 2026 deuteten darauf hin, dass der Großaktionär bis zu 325,4 Millionen Aktien verkaufen könnte – ein möglicher Angebotsüberhang, der zuletzt auf den Kurs drückte.
Wichtige Punkte im Überblick:
- UBS: „Hold“, Kursziel 24,00 US-Dollar; Fokus auf schwachem Volumenwachstum
- Markt richtet den Blick zunehmend auf den 2026er-Ausblick statt auf Q4 allein
- Geplante Aufspaltung in H2 2026 als strategischer Haupttreiber
- Berkshire-Verkaufsgerüchte als Belastungsfaktor
Der letzte Schlusskurs lag am Dienstag bei 23,87 US-Dollar. Am 10. Februar stehen dann die Q4-Zahlen samt Earnings Call an – und damit vor allem die Frage, wie überzeugend das Management den Pfad in Richtung 2026 und die geplante Aufspaltung untermauert.
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