Morgan Stanley hat die Kraft Heinz-Aktie am Freitag auf "Underweight" herabgestuft – und die Begründung wiegt schwer: wachsender Druck durch Eigenmarken und strukturell schwache Produktkategorien. Der Kurs reagierte prompt mit einem Minus von knapp 3 Prozent auf 23,53 Dollar. Die Analysten sehen das Unternehmen in einem zunehmend aggressiven Wettbewerbsumfeld gefangen, das die Erholung von Umsatz und Margen gefährden könnte.

Eigenmarken setzen Preismacht unter Druck

Die Investmentbank warnt vor einer Intensivierung des wertorientierten Wettbewerbs im gesamten US-Lebensmittelsektor. Händler investieren verstärkt in Preisaktionen, Promotions und den Ausbau ihrer Eigenmarken, um Kunden zu gewinnen und zu halten. Das Ergebnis: Hersteller wie Kraft Heinz verlieren an Preissetzungsmacht, die Margen geraten unter Druck.

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Besonders problematisch ist laut Morgan Stanley die Positionierung von Kraft Heinz in strukturell schwachen Kategorien. Während der gesamte Sektor betroffen ist, trifft die Entwicklung den Konzern aufgrund seines Markenportfolios besonders hart. Die Aktie notiert mittlerweile nahe dem 52-Wochen-Tief von 22,91 Dollar.

Neue Führung, lange Durststrecke

Die Herabstufung fällt in eine Phase grundlegender Veränderungen. Seit dem 1. Januar 2026 führt Steve Cahillane das Unternehmen als neuer CEO. Unter seiner Leitung plant Kraft Heinz die Aufspaltung in zwei unabhängige börsennotierte Gesellschaften – geplant für die zweite Jahreshälfte 2026. Das schneller wachsende "Global Taste Elevation"-Geschäft soll vom "North American Grocery"-Portfolio getrennt werden.

Morgan Stanley dämpft jedoch allzu große Hoffnungen: Selbst mit neuer Führung stehe dem Konzern "ein langer Weg bevor, bei erhöhtem Umsetzungsrisiko". Die erfolgreiche Bewältigung der strategischen Neuausrichtung und der Aufspaltung wird damit zur kritischen Herausforderung.

Zahlen am 11. Februar im Fokus

Am 11. Februar 2026 wird Kraft Heinz voraussichtlich die Quartalszahlen vorlegen – der erste Bericht unter dem neuen CEO. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,61 Dollar, deutlich unter den 0,84 Dollar des Vorjahresquartals. Investoren werden genau verfolgen, wie das Management die Wettbewerbssituation kommentiert und welche Details zur geplanten Unternehmensspaltung geliefert werden.

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