Zum Wochenstart sieht sich Kraft Heinz mit heftigem Gegenwind konfrontiert. Eine Welle von Analysten-Herabstufungen und erneute Spekulationen über einen Rückzug des Großaktionärs Berkshire Hathaway belasten die Stimmung spürbar. Während der neue CEO Steve Cahillane versucht, das Ruder herumzureißen, fürchten Anleger eine mögliche Aktienschwemme, die jede Erholung im Keim ersticken könnte.

Analysten werden skeptischer

Das Sentiment für den Lebensmittelriesen hat sich über das Wochenende deutlich eingetrübt. Mehrere große Finanzinstitute passten ihre Einschätzungen an und signalisieren Vorsicht. JPMorgan senkte das Kursziel auf 24,00 US-Dollar, behielt aber die Einstufung "Neutral" bei. Deutlich pessimistischer äußerte sich BNP Paribas mit einer Herabstufung auf "Underperform" und einem Ziel von nur noch 22,00 US-Dollar. Auch Morgan Stanley ("Underweight") und Jefferies ("Hold") korrigierten ihre Erwartungen nach unten.

Diese geballte Skepsis der Experten wiegt schwer, da sie das Vertrauen in die kurzfristige Erholungsfähigkeit des Konzerns untergräbt. Der Aktienkurs spiegelt diese Unsicherheit wider und notiert mit 22,77 US-Dollar nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresanfang verlor das Papier bereits über 6 Prozent an Wert.

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Die Berkshire-Hathaway-Bremse

Noch schwerer als die Analystenkommentare wiegt jedoch die Unsicherheit über die Zukunft des größten Anteilseigners. Nach dem Führungswechsel bei Berkshire Hathaway zu Greg Abel zu Beginn des Jahres 2026 beobachten Marktteilnehmer das Portfoliomanagement der Holding genau. Berichte über einen SEC-Prospektnachtrag, der den potenziellen Verkauf von bis zu 325,4 Millionen Kraft-Heinz-Aktien erwähnt, sorgen für Nervosität.

Dieser potenzielle "Überhang" wirkt wie ein Deckel auf dem Aktienkurs. Investoren zögern mit Käufen, da sie befürchten, dass ein massives Aktienpaket auf den Markt geworfen werden könnte, was den Preis weiter drücken würde. Für das neue Management unter Steve Cahillane, der das Amt am 1. Januar übernommen hat, stellt dies eine unmittelbare Herausforderung dar.

Strategische Pläne und charttechnische Risiken

Operativ versucht Kraft Heinz, durch eine geplante Aufspaltung in der zweiten Jahreshälfte 2026 Werte zu heben. Die Trennung in die Global Taste Elevation Co. und die North American Grocery Co. soll das Geschäft fokussierter machen. Doch angesichts der aktuellen Kursentwicklung scheinen die Märkte von den unmittelbaren Vorteilen dieses Schritts noch nicht überzeugt zu sein. Selbst die hohe Dividendenrendite, die durch den Kursverfall rechnerisch gestiegen ist, kann die Skepsis bezüglich der Kapitalentwicklung kaum dämpfen.

Der Blick richtet sich nun auf den 11. Februar 2026, wenn Kraft Heinz die Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Bis dahin bleibt die charttechnische Situation fragil: Die Aktie handelt unter allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Die Zone um 22,00 US-Dollar fungiert als kritische Unterstützungslinie; ein Bruch dieser Marke könnte den Verkaufsdruck weiter beschleunigen.

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