Der 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Microsoft bleibt das Fundament, auf dem IREN seine gesamte Wachstumsstrategie aufbaut. Rund um diesen Anker hat das Unternehmen in kurzer Zeit ein beachtliches Auftragsportfolio zusammengestellt — doch die Kosten dieser Expansion sind erheblich.

Childress als Dreh- und Angelpunkt

Im Mittelpunkt der operativen Umsetzung steht der Childress-Campus in Texas, der auf 750 MW ausgebaut wird. Vier Phasen flüssigkeitsgekühlter Rechenzentren — die sogenannten Horizon-Projekte — sollen gemeinsam 200 MW kritische IT-Last für den Microsoft-Vertrag bereitstellen. Die Bauarbeiten laufen nach Unternehmensangaben planmäßig. Zusätzlich wurde das Horizon-3-Projekt mit 50 MW in die texanische Netzanschlusskette eingereicht. Am Standort Sweetwater soll ein 1,4-GW-Umspannwerk bis April 2026 in Betrieb gehen.

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Parallel dazu hat IREN Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen, was die Gesamtflotte auf 150.000 Einheiten bringen soll. Die Auslieferung ist in Phasen für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant — verteilt auf Standorte in Texas und British Columbia.

Umsatzziel versus aktuelle Zahlen

Das Ziel ist ambitioniert: Über 3,7 Milliarden Dollar annualisierter Umsatz bis Ende 2026. Allein der Microsoft-Vertrag soll dazu rund 1,94 Milliarden Dollar beitragen, sobald er vollständig in Betrieb ist. Weitere Verträge mit Together AI, Fluidstack und Fireworks AI sollten den AI-Cloud-Umsatz bereits früh im Jahr 2026 über die 500-Millionen-Marke heben.

Im zweiten Fiskalquartal 2026 verfehlte IREN die Erwartungen jedoch deutlich: 184,7 Millionen Dollar Umsatz standen Analystenschätzungen von 229,6 Millionen Dollar gegenüber. Das AI-Segment wächst zwar mit 541 Prozent im Jahresvergleich auf 17,3 Millionen Dollar rasant — gemessen an den Gesamtzielen ist das aber noch ein kleiner Baustein.

Kapital und Verwässerungsrisiko

Die Expansion hat ihren Preis. IREN hat ein ATM-Aktienprogramm über 6 Milliarden Dollar aufgelegt und verfügt nach eigenen Angaben über gesicherte Finanzierungszusagen von mehr als 9,2 Milliarden Dollar seit Jahresbeginn, darunter 3,6 Milliarden Dollar GPU-Finanzierung zu Zinssätzen unter 6 Prozent. Analysten stufen die Aktie im Konsens mit „Moderate Buy" ein und sehen ein durchschnittliches Kursziel von 71,69 Dollar — deutlich über dem aktuellen Niveau. Die Aufnahme in den MSCI USA Index wird als Zeichen der wachsenden institutionellen Anerkennung gewertet. Das Verwässerungsrisiko durch das milliardenschwere Finanzierungsprogramm bleibt jedoch ein zentraler Kritikpunkt, den Skeptiker nicht aus den Augen verlieren.

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