Coinbase Aktie: Stablecoin-Gesetz nimmt Form an
Ein parteiübergreifender Kompromiss im US-Senat könnte Coinbase einen wichtigen regulatorischen Rückenwind verschaffen. Senatoren Tillis und Alsobrooks haben sich auf eine Grundsatzeinigung zur Zinsfrage bei Stablecoins geeinigt — genau jener Streitpunkt, der das sogenannte CLARITY Act seit Monaten blockiert hatte.
Was auf dem Spiel steht
Für Coinbase ist das Thema alles andere als abstrakt. Stablecoin-Einnahmen haben sich zum zweitgrößten Umsatztreiber des Unternehmens entwickelt: 2025 erwirtschaftete Coinbase damit 1,35 Milliarden Dollar, gegenüber 910 Millionen im Vorjahr. Allein im dritten Quartal 2025 entfielen rund 355 Millionen Dollar auf Stablecoin-Erlöse — getragen von etwa 15 Milliarden Dollar an USDC-Guthaben auf der Plattform. Das entspricht knapp 20 Prozent des Gesamtumsatzes in diesem Zeitraum.
Der Kern des Streits: Darf eine Kryptobörse den Zinsertrag aus den Reserven hinter einem Stablecoin an Nutzer weitergeben? Banken und ein Teil der Senatoren lehnten das strikt ab. Kryptounternehmen, darunter Coinbase, argumentierten, ein solches Verbot würde Stablecoins gegenüber klassischen Bankprodukten strukturell benachteiligen.
Die nun erzielte Einigung sieht vor, dass Zinszahlungen auf passive Stablecoin-Guthaben verboten bleiben — Plattformen könnten jedoch weiterhin andere Anreize wie Rabatte oder Gutschriften anbieten. Analysten werten das als handhabbar: Stablecoin-Anreize seien strategisch wichtig, aber kein existenzielles Thema für Coinbase, dessen Hauptumsatz nach wie vor aus dem Transaktionsgeschäft stammt.
Ein langer Weg zum Kompromiss
Der Weg hierhin war holprig. Coinbase zog seine Unterstützung für das Gesetz zurück, kurz bevor der Senatsausschuss über den Entwurf abstimmen wollte — was die geplante Abstimmung platzen ließ. Am 5. März 2026 lehnte die American Bankers Association einen vom Weißen Haus vermittelten Kompromiss formell ab. Präsident Trump schaltete sich daraufhin öffentlich ein und warnte, ein Scheitern des Gesetzes treibe die Kryptoindustrie nach China.
Nun soll das CLARITY Act voraussichtlich Ende April eine Anhörung im Bankenausschuss des Senats erhalten. Senatorin Cynthia Lummis, die den Krypto-Unterausschuss leitet, bestätigte diese Erwartung. Anschließend müsste der Entwurf mit einer bereits vom Agrarausschuss verabschiedeten Version zusammengeführt werden, bevor er das Plenum erreichen kann.
Ausblick
Selbst wenn das Gesetz den Ausschuss passiert, ist der Weg ins Ziel nicht frei. Senatszeit ist knapp, und unabhängige Themen wie das Wähler-ID-Gesetz der Republikaner oder der Konflikt im Iran könnten den Zeitplan verschieben. CFO Alesia Haas betonte unterdessen auf einer Morgan Stanley-Konferenz Anfang März, dass Coinbase inzwischen zwölf Produkte mit jeweils mehr als 100 Millionen Dollar annualisiertem Umsatz betreibt — mit dem erklärten Ziel, diese Richtung 250 und 500 Millionen Dollar weiterzuentwickeln. Die Aktie notiert aktuell rund 30 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts, belastet durch einen schwachen Q4-2025-Bericht und sinkende Handelsvolumina im Privatkundengeschäft.
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