Mehr als 6 Prozent Kursgewinn an einem einzigen Tag — obwohl die jüngsten Quartalszahlen deutlich unter den Erwartungen lagen. Diese Diskrepanz zeigt, wie gespalten die Einschätzungen zu IREN derzeit sind.

Sektorstimmung treibt den Kurs

Der Kursanstieg am Montag hatte wenig mit unternehmenseigenen Neuigkeiten zu tun. Auslöser war Metas Ankündigung eines 27-Milliarden-Dollar-Deals mit Nebius, der die gesamte Neocloud-Branche beflügelte. Nebius legte daraufhin über 15 Prozent zu, CoreWeave und Bitfarms folgten mit kleineren Gewinnen. IREN profitierte von dieser Aufbruchsstimmung — trotz eines Betas von 4,31, das ohnehin für starke Ausschläge in beide Richtungen sorgt.

Gleichzeitig lieferte das Unternehmen im Februar Quartalszahlen, die kaum Anlass zur Euphorie boten: Der Verlust je Aktie lag bei -0,52 Dollar, während Analysten -0,18 Dollar erwartet hatten. Der Quartalsumsatz von 184,7 Millionen Dollar fiel gegenüber dem Vorquartal, weil die Bitcoin-Mining-Einnahmen sinken und die neuen KI-Cloud-Verträge noch hochlaufen.

Milliarden-Aufbau mit langen Payback-Perioden

Hinter den schwachen Zahlen steckt eine bewusste Transformation. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sicherte sich IREN einen KI-Cloud-Vertrag mit Microsoft im Volumen von 9,7 Milliarden Dollar — 200 Megawatt IT-Last am Standort Childress, mit einem erwarteten jährlichen Umsatz von 1,94 Milliarden Dollar bei rund 85 Prozent EBITDA-Marge. Zusätzlich wurden Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen, womit die Gesamtflotte auf 150.000 GPUs wächst.

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Der Aufbau hat seinen Preis. Allein der Microsoft-Deal erfordert GPU-Investitionen von 5,8 Milliarden Dollar. Hinzu kommen Ausbaukosten am Childress-Campus für Liquid-Cooling-Infrastruktur und High-Density-Racks — Investitionen mit langen Amortisationszeiträumen.

Analysten weit auseinander

Unter den 18 Analysten, die IREN beobachten, überwiegen die Optimisten: 13 empfehlen den Kauf, vier raten zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 71,69 Dollar. Die Bandbreite der Einschätzungen ist jedoch bemerkenswert: Goldman Sachs startete die Coverage mit einem neutralen Rating und einem Kursziel von 39 Dollar, Cantor Fitzgerald hält dagegen an einem Kursziel von 82 Dollar fest.

Seit Ende Februar ist IREN zudem im MSCI USA Index vertreten, was die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren und Index-Fonds erhöhen dürfte.

Am 13. Mai 2026 legt IREN die nächsten Quartalszahlen vor. Analysten rechnen erneut mit einem Verlust von 0,23 Dollar je Aktie. Entscheidend wird sein, ob die GPU-Flotte planmäßig auf 150.000 Einheiten ausgebaut ist und ob die KI-Cloud-Erlöse die angestrebte Wachstumskurve erreichen — das Unternehmen selbst peilt bis Ende 2026 einen annualisierten KI-Cloud-Umsatz von über 3,7 Milliarden Dollar an.

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