Großer Auftritt, schwieriges Umfeld: Adidas hat am Donnerstag die Auswärtstrikots für alle 25 WM-Partnerverbände vorgestellt — ein globaler Marketingmoment, der auf eine der schwächsten Kursphasen der vergangenen Jahre trifft.

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Das letzte DFB-Trikot aus Herzogenaurach

Besondere Symbolik steckt im deutschen Auswärtstrikot. Es ist das letzte, das Adidas für die DFB-Nationalmannschaft fertigt — ab 2027 übernimmt Nike die Ausrüstung. Das Design setzt auf Tiefblau, ein durchgehendes Zickzack-Muster mit 1990er-Anklängen und den Saum-Schriftzug „Seit 1954". Erstmals seit 36 Jahren trägt zudem das klassische Trefoil-Logo wieder die rechte Brust jedes WM-Trikots. Die DFB-Elf wird das neue Jersey am 27. März beim Länderspiel in Basel gegen die Schweiz zum ersten Mal tragen.

Prognose verfehlt Erwartungen deutlich

Der Trikot-Launch fällt in eine Phase, in der die Aktie erheblich unter Druck steht. Adidas erwartet für 2026 einen operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro — belastet durch US-Zölle und Währungsgegenwind in Höhe von insgesamt 400 Millionen Euro. Analysten hatten bislang mit einem Anstieg auf rund 2,7 Milliarden Euro gerechnet, was einem Wachstum von etwa 30 Prozent entsprochen hätte. Diese Lücke zwischen Erwartung und Realität erklärt, warum der Titel seit Jahresbeginn mehr als 20 Prozent verloren hat und zuletzt ein neues Dreijahrestief markierte.

Mittelfristig stellt Adidas für 2026 bis 2028 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht, kombiniert mit einem operativen Gewinn, der jährlich im mittleren Zehnprozentbereich expandieren soll. Ob diese Ziele nach der enttäuschenden Prognose noch als glaubwürdig gelten, werden die Quartalszahlen am 29. April zeigen — dann lässt sich erstmals ablesen, ob der WM-Trikot-Boom konkrete Spuren im Umsatz hinterlässt.

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