IREN Aktie: Weit gefehlt!
IREN Limited verlangt seinen Aktionären derzeit starke Nerven ab. Während ein überraschendes 6-Milliarden-Dollar-Kapitalprogramm Ängste vor einer massiven Verwässerung schürt, nutzen institutionelle Investoren die tieferen Kurse zum Einstieg. Der Spagat zwischen einem schwächelnden Krypto-Geschäft und der aggressiven KI-Expansion teilt die Wall Street spürbar in zwei Lager.
Schwache Zahlen und Verwässerungsängste
Der Start ins Jahr 2026 verlief für das Unternehmen holprig. Bei der Vorlage der Quartalszahlen Anfang Februar verfehlte IREN die Erwartungen deutlich. Ein Verlust von 0,44 US-Dollar pro Aktie stand den prognostizierten 0,07 US-Dollar gegenüber. Verantwortlich dafür war vor allem ein Einbruch der Bitcoin-Mining-Erlöse um 28 Prozent. Zwar wuchs das KI-Cloud-Geschäft um 137 Prozent, es macht aber noch immer weniger als ein Zehntel des Gesamtumsatzes aus.
Besonders intensiv diskutiert der Markt jedoch eine andere Ankündigung. IREN erweiterte sein "At-the-Market"-Kapitalprogramm auf gewaltige 6 Milliarden US-Dollar, was in etwa der halben Marktkapitalisierung entspricht. Aus Sorge vor einer Verwässerung ihrer Anteile schickten Anleger das Papier nach der Bekanntgabe zeitweise um 8,5 Prozent in den Keller. Aktuell notiert der Titel bei 37,94 Euro und damit fast 50 Prozent unter seinem Allzeithoch.
Wall Street nutzt die Korrektur
Einige Marktbeobachter halten diese erste Abverkaufsreaktion für überzogen. Das Kapitalprogramm zwingt das Management nicht zu einem sofortigen Blockverkauf. Vielmehr erlaubt es IREN, je nach Bedarf flexibel Aktien zu aktuellen Marktpreisen auszugeben, um den teuren Infrastrukturaufbau zu finanzieren.
Große Adressen scheinen diese Flexibilität positiv zu werten. So meldete die Investmentbank Cantor Fitzgerald von Howard Lutnick im vergangenen Monat eine Beteiligung von 126 Millionen US-Dollar, was einem Anteil von über einem Prozent entspricht. Auch die Aufnahme in den MSCI USA Index Ende Februar dürfte die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren weiter erhöhen.
Die Meinungen der Analysten gehen dennoch weit auseinander. Während Goldman Sachs die Aktie mit einem Kursziel von 39 US-Dollar als fair bewertet einstuft, sieht Cantor Fitzgerald das Potenzial erst bei 82 US-Dollar ausgeschöpft.
Fokus auf den Infrastruktur-Ausbau
Die optimistischen Prognosen stützen sich auf konkrete operative Meilensteine. IREN hat sich mittlerweile eine Stromkapazität von 4,5 Gigawatt gesichert, um sich als zentraler Infrastruktur-Anbieter für große KI-Rechenzentren zu positionieren. Ein wichtiger Treiber wird das Sweetwater-1-Projekt sein, das im April 2026 ans Netz gehen soll.
Parallel dazu rüstet das Unternehmen hardwareseitig auf. Verträge über mehr als 50.000 Nvidia B300-GPUs erweitern die Flotte auf insgesamt 150.000 Einheiten. Das Management rechnet damit, dass diese Kapazitäten bis Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate von über 3,7 Milliarden US-Dollar im KI-Cloud-Segment generieren können.
Der Erfolg dieser aggressiven Expansionsstrategie muss sich nun zeitnah in den Bilanzen niederschlagen. Co-CEO Daniel Roberts verhandelt derzeit über weitere Verträge mit großen Cloud-Anbietern, um die bald verfügbaren Energiekapazitäten zu monetarisieren. Der nächste konkrete Prüfstein für das Unternehmen folgt am 13. Mai 2026 mit der Vorlage der Quartalszahlen, für die Analysten derzeit einen Verlust von 0,23 US-Dollar pro Aktie prognostizieren.
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