IREN Aktie: Starkes Marktvertrauen!
IREN hat in den ersten Handelstagen 2026 eine rasante Berg- und Talfahrt hingelegt. Auf eine zweistellige Kursrally rund um die CES in Las Vegas folgt nun eine spürbare Gegenbewegung. Im Fokus steht weniger die Schwankung des Kurses als die Frage, wie tragfähig der Strategiewechsel hin zu AI-Cloud-Diensten wirklich ist.
Nach der CES: Gewinnmitnahmen statt Trendbruch
Zur Wochenmitte geriet die Aktie spürbar unter Druck und gab im Tagesverlauf um rund 6 bis 9 Prozent nach. Zuvor hatte der Titel am 5. Januar knapp 13 Prozent zugelegt – angetrieben von breiter Euphorie für KI-Infrastruktur nach den Ankündigungen auf der CES 2026.
Besonders die Präsentation von Nvidias neuer „Rubin“-Plattform sowie neue AI-Hardware-Impulse von AMD und Intel hatten die Fantasie für Hochleistungsrechenzentren angefacht. IREN gilt hier als stark schwankender Proxy für diesen AI-Infrastruktur-Boom – entsprechend heftig fallen auch die Bewegungen aus, wenn kurzfristige Gewinne mitgenommen werden.
Charttechnisch wirkt der aktuelle Rücksetzer wie eine Konsolidierung nach dem schnellen Anstieg. Mit einem Schlusskurs von 45,91 US-Dollar gestern liegt die Aktie trotz Korrektur immer noch klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 39,92 US-Dollar, was die zuvor starke Aufwärtsbewegung unterstreicht.
Wettbewerb mit Applied Digital und die Microsoft-Milliarden
Parallel zur Kursreaktion rücken neue Analystenvergleiche mit Wettbewerbern in den Vordergrund. Eine aktuelle Studie stellt IREN dem Rivalen Applied Digital (APLD) gegenüber und betont strukturelle Vorteile im Geschäftsmodell von IREN.
Kernpunkte dieser Argumentation:
- Eigene Flächen für Rechenzentren
- Kontrolle über elektrische Infrastruktur und Umspannwerke
- Bessere Kostenkontrolle und schnellere Skalierbarkeit bei Neubauten
Diese vertikale Integration wird als wichtiger Hebel gesehen, um im Wettbewerb um große AI-Cloud-Aufträge die Nase vorn zu behalten.
Zentral bleibt dabei der im Oktober 2025 gemeldete Mega-Deal mit Microsoft über 9,7 Milliarden US-Dollar. Dieser Vertrag gilt als Schlüsselfaktor für die Neuausrichtung weg vom reinen Bitcoin-Mining hin zu institutionellen AI-Cloud-Diensten. Analysten rechnen auf dieser Basis mit einem dreistelligen prozentualen EPS-Anstieg im Geschäftsjahr 2026 – getragen von margenstarken Hyperscaler-Verträgen.
2025 als Wendepunkt: Vom Bitcoin-Miner zum AI-Infrastrukturpartner
IREN startet in das neue Jahr nach einem außergewöhnlichen 2025. Die Aktie legte im vergangenen Jahr rund 285 Prozent zu und ließ damit die breiten Indizes deutlich hinter sich. Treiber dieser Neubewertung war vor allem der Ausbau des AI-Cloud-Geschäfts, während das Bitcoin-Mining weiterläuft.
Das Unternehmen setzt dabei auf einen zweigleisigen Ansatz: Ein Portfolio aus mehr als 2.300 MW netzgebundener, überwiegend erneuerbarer Stromkapazität soll sowohl die schwankungsanfällige Krypto-Nachfrage als auch den strukturell wachsenden Bedarf an AI-Rechenleistung bedienen. Diese Kombination lockt institutionelle Investoren an, erhöht aber zugleich die Anfälligkeit für starke Ausschläge bei Sektorbewegungen.
Die jüngsten Kursdaten spiegeln diese Dynamik wider: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von über 300 Prozent, zugleich liegt der Wert noch rund 31 Prozent unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 66,51 US-Dollar – ein klarer Hinweis auf hohe, aber bislang nicht ausgereizte Erwartungen.
Ausblick: Zahlen, GPUs und Stromkapazität im Fokus
Der Blick richtet sich nun auf den anstehenden Q2-Bericht für das Geschäftsjahr 2026, der Anfang Februar erwartet wird. Entscheidend werden mehrere operative Kennziffern:
- Fortschritt bei der Umsetzung des Microsoft-Vertrags
- Auslastung der neuen Nvidia H200/B200-GPU-Cluster
- Konkrete Planungen zum Ausbau der Strom- und Netzkapazitäten
An der Börse wird zudem beobachtet, ob die Aktie die Unterstützungszone um 42 US-Dollar, die sich in der Dezember-Konsolidierung gebildet hat, verteidigen kann. Hält diese Marke, bleibt die Aufwärtsstruktur nach der CES intakt; ein deutlicher Durchbruch nach unten könnte auf eine längere Phase der Verarbeitung der starken Vorjahresrally hindeuten. Analystenseitig überwiegt derzeit ein moderat positives Bild („Moderate Buy“), das sowohl die hohe Chance des AI-Infrastrukturzyklus als auch die ausgeprägte Volatilität des Titels berücksichtigt.
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