IREN steckt in einem Spannungsfeld: Während die KI-Cloud-Sparte rasant wächst, belastet ein schwächerer Bitcoin-Kurs das Gesamtbild. Der Kurs liegt aktuell rund 46 % unter dem Novemberhoch — und das nächste Quartalsergebnis kommt erst am 13. Mai.

Zwei Motoren, ein Problem

Die jüngsten Quartalszahlen (Q2 FY26) zeigen das Dilemma deutlich. Der KI-Cloud-Umsatz legte zwar um 137 % gegenüber dem Vorquartal zu, macht aber noch keine 10 % des Gesamtumsatzes aus. Das Bitcoin-Mining-Geschäft brach dagegen um 28 % ein. Unterm Strich stand ein Quartalsumsatz von 184,7 Millionen Dollar — nach 240,3 Millionen im Vorquartal — sowie ein Nettoverlust von 155,4 Millionen Dollar.

Das Unternehmen baut trotzdem konsequent aus. Aktuell betreibt IREN 810 Megawatt Rechenzentrumkapazität. Für die Expansion bis Ende 2028 hat das Unternehmen bereits 4,5 Gigawatt Stromkapazität gesichert, davon befinden sich 2,1 Gigawatt bereits im Bau. Ein wichtiger Meilenstein wurde vorgezogen: Die Inbetriebnahme des 1,4-Gigawatt-Umspannwerks in West Texas ist nun für April 2026 geplant — ursprünglich war Oktober 2026 vorgesehen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IREN?

Milliarden für den Ausbau — und die Verwässerungsfrage

Die Finanzierung dieser Expansion hat ihren Preis. IREN weitete sein At-the-Market-Aktienprogramm auf 6 Milliarden Dollar aus — etwa die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung. Die Ankündigung ließ die Aktie in einer einzigen Handelssitzung um 8,5 % fallen. Zwar werden die neuen Aktien nicht auf einmal ausgegeben, sondern schrittweise über den Markt platziert. Dennoch bleibt die potenzielle Verwässerung ein Belastungsfaktor.

Insgesamt hat IREN in den vergangenen acht Monaten 9,3 Milliarden Dollar aus verschiedenen Quellen eingesammelt — darunter Kundenzahlungen, Wandelanleihen und GPU-Finanzierungen — um einen geschätzten zusätzlichen Investitionsbedarf von 3,5 Milliarden Dollar zu decken.

Ehrgeizige Ziele, enge Zeitfenster

Das Umsatzziel steht: Bis Ende 2026 peilt IREN einen annualisierten KI-Cloud-Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar an. Dafür hat das Unternehmen Kaufverträge über mehr als 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen, womit die Gesamtflotte auf 150.000 GPUs anwächst. Bereits jetzt sind 2,3 Milliarden Dollar an KI-Umsätzen vertraglich gesichert, ein erheblicher Teil davon aus dem Microsoft-Deal.

Elf Analysten bewerten die Aktie im Schnitt mit „Kaufen" und sehen deutliches Kurspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. Ob IREN dieses Potenzial heben kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die GPU-Kapazitäten hochgefahren werden — und wie sich der Bitcoin-Kurs bis zum Quartalsbericht am 13. Mai entwickelt.

IREN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IREN-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten IREN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IREN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IREN: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...