Ondas Holdings hat für das Geschäftsjahr 2025 Rekordergebnisse gemeldet — und die Aktie fiel trotzdem. Das Zusammenspiel aus explosivem Umsatzwachstum, aggressiver Akquisitionsstrategie und milliardenschwerer Kapitalerhöhung sorgt bei Anlegern offenbar für gemischte Gefühle.

Die Zahlen im Überblick

Der Quartalsumsatz im vierten Quartal 2025 stieg auf 30,1 Millionen Dollar — ein Plus von 629 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und damit über der Analystenerwartung von rund 27,8 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 50,7 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 605 Prozent entspricht.

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Besonders bemerkenswert: Die Bruttomarge verbesserte sich im vierten Quartal auf 42 Prozent, nach 21 Prozent im Vorjahreszeitraum. Treiber des organischen Wachstums von 63 Prozent waren vor allem die Nachfrage nach den Iron Drone- und Optimus-Systemen.

Unter dem Strich steht jedoch ein Nettoverlust von 101 Millionen Dollar für das Quartal — maßgeblich beeinflusst durch eine nicht zahlungswirksame Belastung von 82,2 Millionen Dollar aus der Bewertung von Optionsscheinen. Das bereinigte EBITDA-Minus lag bei 9,9 Millionen Dollar.

Milliarden-Kriegskasse und ambitionierte Ziele

Das Unternehmen verfügt über erhebliche finanzielle Mittel. Ende 2025 belief sich der Kassenbestand auf 594,4 Millionen Dollar. Nach einer Kapitalerhöhung im Januar 2026 liegt die Pro-forma-Liquidität bei über 1,5 Milliarden Dollar — seit Juni 2025 wurden insgesamt mehr als 1,8 Milliarden Dollar eingesammelt.

Dieses Kapital fließt in eine aggressive Übernahmestrategie. Allein im ersten Quartal 2026 wurden fünf Akquisitionen vollzogen oder angekündigt, darunter World View Enterprises für 150 Millionen Dollar, Mistral für 175 Millionen Dollar und BIRD für 132,3 Millionen Dollar. Zusammen sollen diese Zukäufe rund 230 Millionen Dollar zum Umsatzziel 2026 beitragen.

Das Management hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf mindestens 375 Millionen Dollar an. Für das erste Quartal 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 38 und 40 Millionen Dollar — ein Wachstum von rund 600 Prozent gegenüber Q1 2025.

Analysten optimistisch, Markt zögerlich

Needham-Analyst Austin Bohlig erhöhte sein Kursziel auf 23 Dollar und bekräftigte die Kaufempfehlung. Er bezeichnete das Unternehmen als reinen Profiteur eines „Unmanned Systems Supercycle". Stifel zog nach und hob das Kursziel auf 18 Dollar an, ebenfalls mit „Buy"-Rating. Der Analystenkonsens liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von 17 Dollar.

Der Markt reagierte dennoch verhalten: Am Tag der Ergebnisveröffentlichung schloss die Aktie mit einem Minus von 3,46 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs mehr als verzehnfacht — die aktuelle Konsolidierung spiegelt die Abwägung zwischen dem rasanten Umsatzwachstum und den hohen operativen Kosten sowie den Verwässerungseffekten durch die jüngsten Kapitalrunden wider.

Strategisch hat das Unternehmen ein europäisches Joint Venture namens ONBERG gegründet, an dem es 51 Prozent hält, sowie eine Partnerschaft mit Palantir zur Entwicklung integrierter Aufklärungsarchitekturen initiiert. Die operative Profitabilität peilt das Management für das erste Quartal 2028 an.

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