Das zweite Quartal lief für IREN deutlich schlechter als erwartet — und die Nachwirkungen sind noch spürbar. Ein Verlust je Aktie von 0,44 Dollar statt der erwarteten 0,07 Dollar, ein Umsatz von 184,7 Millionen Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 229,6 Millionen Dollar: Die Zahlen vom 5. Februar haben das Vertrauen eines Teils der Analysten erschüttert. Gleichzeitig sehen andere genau hier die Einstiegschance.

Wo die Meinungen auseinandergehen

Dreizehn Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, vier raten zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt laut MarketBeat bei 71,69 Dollar — deutlich über dem aktuellen Kurs von rund 36,63 Euro.

Die Bandbreite der Einschätzungen ist bemerkenswert. HC Wainwright hob die Aktie im Januar von „Sell" auf „Buy" an und setzt ein Kursziel von 80 Dollar. Cantor Fitzgerald senkte sein Ziel leicht auf 82 Dollar, hält aber an „Overweight" fest. Goldman Sachs und JPMorgan Chase stehen mit „Neutral" beziehungsweise „Underweight" und jeweils 39 Dollar Kursziel auf der anderen Seite.

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Transformation mit offenem Ausgang

Der Kern der Debatte: IREN wandelt sich vom Bitcoin-Miner zur KI-Rechenplattform — gestützt auf Partnerschaften mit Microsoft, Nvidia und Dell sowie einen Fünfjahresvertrag mit Microsoft im Wert von 9,7 Milliarden Dollar. Ein Finanzierungspaket über 3,6 Milliarden Dollar soll rund 95 Prozent der GPU-Investitionskosten abdecken.

Ob das reicht, hängt am Timing. Das KI-Cloud-Geschäft wuchs im zweiten Quartal zwar um 137 Prozent gegenüber dem Vorquartal, macht aber noch weniger als zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Bitcoin-Mining-Umsatz brach im gleichen Zeitraum um 28 Prozent ein. Management und Analysten sind sich einig, dass IREN die KI-Erlöse massiv steigern muss, um das angestrebte Jahreslaufziel von 3,4 Milliarden Dollar bis Ende 2026 zu erreichen.

Zusätzlichen Druck erzeugt der Wettbewerber Circle, dem einige Analysten aktuell die bessere Ausgangslage attestieren — stärkeres Umsatzwachstum und positivere Schätzungsrevisionen inklusive.

Nächster Prüfstein: 13. Mai

Am 13. Mai 2026 veröffentlicht IREN nach Börsenschluss seine nächsten Quartalszahlen. Bis dahin gilt die Lieferung von 140.000 GPUs bis Jahresende als wichtigster operativer Meilenstein. Wie weit IREN auf diesem Weg vorangekommen ist, wird die Stimmung rund um die Aktie maßgeblich prägen — und zeigen, ob die bullishen Kursziele der Mehrheitsanalysten auf solidem Fundament stehen.

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