IREN vollzieht aktuell einen weitreichenden Wandel vom reinen Bitcoin-Miner zum Anbieter von KI-Cloud-Infrastruktur. Dieser strategische Schwenk hinterlässt jedoch deutliche Spuren in den Büchern und fordert den Investoren Geduld ab. Während ein sich erholender Kryptomarkt kurzfristig für Entlastung sorgt, rücken die massiven Kosten und Verzögerungen beim Aufbau der neuen Rechenzentren zunehmend in den Fokus.

Die jüngsten Quartalszahlen verdeutlichen die Schmerzen dieser Übergangsphase. Mit einem Umsatz von rund 184,7 Millionen US-Dollar verfehlte das Unternehmen die Markterwartungen von über 224 Millionen US-Dollar klar und verbuchte einen Nettoverlust von 155,4 Millionen US-Dollar. Verantwortlich für diese Delle waren in erster Linie schwächere Bitcoin-Preise in der Vorperiode sowie die bewusste Verlagerung von Kapazitäten hin zum KI-Computing. Aktuell profitiert das Papier zwar von einer leichten geopolitischen Entspannung im US-Iran-Konflikt, die den breiten Markt und den Bitcoin-Kurs stützt. Langfristig muss das neue Geschäftsmodell die hohen Erwartungen allerdings erst noch rechtfertigen.

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Hohe Bewertung trifft auf Prognosesenkung

An der Börse wird die Zukunft gehandelt, was sich in der sportlichen Bewertung widerspiegelt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 36 ist der Titel teurer als der durchschnittliche US-Softwaresektor. Trotz eines leichten Kursrückgangs auf Wochensicht notiert die Aktie aktuell bei 36,55 Euro und blickt auf einen massiven Wertzuwachs von rund 417 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten zurück.

Diese Vorschusslorbeeren stehen im starken Kontrast zu den jüngsten fundamentalen Anpassungen. Wegen des schrumpfenden Bitcoin-Mining-Geschäfts und Verzögerungen beim Bau neuer Anlagen wurden die Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2026/2027 drastisch von 1,3 Milliarden auf knapp 569 Millionen US-Dollar zusammengestrichen. Analysten zeigen sich von diesen operativen Hürden mehrheitlich unbeeindruckt. Elf Experten raten weiterhin zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 76 US-Dollar.

Der entscheidende operative Härtetest für diese optimistischen Einschätzungen folgt in der zweiten Jahreshälfte 2026. Dann sollen die neuen GPU-Cluster in den Rechenzentren in British Columbia und Texas schrittweise ans Netz gehen und die anvisierten KI-Cloud-Umsätze generieren. Erste konkrete Hinweise auf den Fortschritt dieses milliardenschweren Rollouts liefert der nächste Quartalsbericht, der für den 13. Mai 2026 angesetzt ist.

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